Sternstunden und Eurosorgen im Karikaturmuseum. 25 Jahre Österreich in der EU zeigt das Kremser Karikaturmuseum in 160 Zeichnungen.

Von Sophie Kronberger. Erstellt am 25. Februar 2020 (03:34)
Teambuilding oder Machtkampf in Europa? „Wir ziehen alle an einem Strang“ von Heinz Ortner ist in der aktuellen Schau in Krems zu sehen.
Ortner

Die gelben Sterne am Boden des Karikaturmuseums Krems weisen den Weg zur Ausstellung „Tu felix Austria ... zeichne!“, die sich auf zwei Räume erstreckt. Österreichs Weg in die EU und die vergangenen 25 Jahre seit dem Beitritt werden da in politischen Karikaturen und Pressezeichnungen abgebildet. Mit dabei: 38 Karikaturisten, 160 Pressezeichnungen aus über 20 verschiedenen Magazinen und Zeitungen.

„Ein Monsterprojekt“ für Gottfried Gusenbauer, künstlerischer Direktor des Karikaturmuseums und Kurator der Ausstellung. Galt es doch, 25 Jahre Österreich in der EU abzubilden. Das sei in der Ausstellung gut gelungen und zeige vor allem die große stilistische Bandbreite, die österreichische Karikaturisten zu bieten haben, so Gusenbauer.

Euphorie und Hoffnungen, Ängste und Sorgen – in den Karikaturen spiegeln sich unterschiedliche Emotionen. Aufbruchsstimmung vor dem Beitritt, Sorgen um Überregulierungen und die Beziehung zu den anderen EU-Ländern werden da etwa thematisiert. „Karikaturen eignen sich einfach hervorragend, um komplizierte Vorgänge und politische Zusammenhänge auf den Punkt zu bringen“, sagt Gusenbauer.

Zu sehen ist „Tu felix Austria … zeichne!“ bis 31. Jänner 2021.

www.karikaturmuseum.at