1945: Ein Kennzeichen aus NÖ für den Frieden. Digital statt analog hat Österreichs Haus der Geschichte am Wiener Heldenplatz seine jüngste Ausstellung heute, Donnerstag, eröffnet. Die zeigt "elf neue Perspektiven" rund um das Jahr 1945 - darunter auch eine aus NÖs Landessammlungen.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 26. März 2020 (15:30)
Übermalt: ein niederösterreichisches Autokennzeichnen aus 1945, zu sehen in der eben eröffneten virtuellen Zeitgeschichte-Schau im Haus der Geschichte Österreich.
Landessammlungen NÖ

Einen "neuen Blick auf die Geschichte" wirft Österreich jüngste, virtuelle Ausstellung bieten. Und zeigt gleich "elf neue Perspektiven" auf das Ende des Zweiten Weltkriegs und der Nazi-Herrschaft vor 75 Jahren auf. Dazu hat Österreichs Haus der Geschichte, kurz: hdgö, gemeinsam mit Österreichs neuen Landesmuseen und dem Landesmuseum in Südtirol elf Objekte gesammelt. Und heute, Donnerstag, virtuell eröffnet.

"Daraus ist eine erste länderübergreifende Webausstellung geworden", so hdgö-Direktorin Monika Sommer. Und weiter: "Wir wollen unseren Online-Besucherinnen und -Besuchern anhand von Objekten, Fakten und Geschichten die Entwicklungen dieses Frühjahrs näherbringen  auch als Mahnung für die Gegenwart", so Sommer.

Unter 1945.hdgoe.at sind da nicht nur die ersten Spielpläne der Salzburger Festspiele, das Tiroler "Übereinkommen zwischen den politischen Parteien der Provinz" oder ein von einem Granatsplitter getroffenes Gesetzbuch aus 1938 zu sehen. Sondern auch ein Keksausstecher (aus Oberösterreich), ein traditioneller Schuh (aus Tirol) - und ein Autokennzeichen aus Niederösterreich. Das wurde 1945 übermalt, und zwar mit dem Österreich- und dem Niederösterreich-Wappen. Und stammt aus Niederösterreichs Landessammlungen. 

www.hdgoe.at