Viel NÖN beim Ströbitzer-Preis

Aktualisiert am 17. Mai 2022 | 08:48
Lesezeit: 9 Min
Die ersten beiden Plätze gingen an die ehemaligen NÖN-Redakteure Marlene Groihofer und Markus Füxl, Platz drei an ZIB 2-Moderatorin Margit Laufer.
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Im Gedenken an den 2017 verstorbenen langjährigen NÖN-Chefredakteur Hans Ströbitzer vergab der Pressverein in der Diözese St. Pölten gemeinsam mit der Schoellerbank im Hippolythaus in St. Pölten zum zweiten Mal den „Hans-Ströbitzer-Preis“ an Journalistinnen und Journalisten, die sich durch einen kritischen, verantwortungsbewussten und konstruktiven Journalismus aus einem christlichen Weltbild heraus auszeichnen.

Den ersten Platz vergab die Jury unter der Leitung der ehemaligen NÖN-Herausgeberin Gudula Walterskirchen an Marlene Groihofer (32) von Radio Klassik Stephansdom. Anton Gatnar, Gründer des Radio-Senders, strich in seiner Laudatio ebenso wie Michael Prüller, der Leiter des Medienhauses der Erzdiözese, Groihofers einfühlsame, respektvolle und in einem christlichen Menschenbild verwurzelte Art hervor, ihre Beiträge zu gestalten. Dadurch habe sie bereits in jugendlichem Alter Spuren hinterlassen – unter anderem auch als Redakteurin bei der NÖN für die Ausgaben Pielachtal und Lilienfeld.

Platz zwei ging an Markus Füxl (30), der als Redaktionsleiter der Zwettler NÖN-Ausgabe als erster Journalist einen tödlichen Impfschaden dokumentierte und damit weltweit für Schlagzeilen sorgte – aber mit dem Blick auf die Hinterbliebenen stets sensibel berichtete. NÖN-Chefredakteur Daniel Lohninger wies in seiner Laudatio auf den Vertrauensverlust in die Medien hin: „Umso wichtiger ist unabhängiger und kritischer Journalismus, der nur den Lesern verpflichtet ist – wie jener von Markus Füxl“.

Mit dem dritten Platz ausgezeichnet wurde ZIB 2-Moderatorin Margit Laufer (32). Sowohl Jury-Mitglied Stefan Ströbitzer als auch ORF-Chefredakteur Matthias Schrom hoben in ihrer Laudatio ihre Interviewführung hervor, die sich nicht als Tribunal verstünde, sondern „respektvoll und dennoch kritisch“ sei.

Vergeben wurden auch drei Nachwuchspreise, die von der Österreichischen Medienakademie gesponsert werden. Sie gingen an NÖN-Redakteurin Claudia Wagner, die ehemalige NÖN-Mitarbeiterin und nunmehrige Zack-Zack-Redakteurin Stefanie Marek sowie an Krone-Redakteur Josef Poyer.

Den Preis für das Lebenswerk erhielt Engelbert Washietl (80), einst unter anderem stellvertretender Chefredakteur von „Die Presse“ und „Salzburger Nachrichten“. Er sei langjähriger „Mahner für Medienethik und den Qualitätsdialog innerhalb der Branche“, würdigte ihn „Furche“-Herausgeber Heinz Nussbaumer. Andreas Koller, stellvertretender Chefredakteur der „Salzburger Nachrichten“, ergänzte: „Er nimmt nicht sich wichtig, sondern seine Sache: die des Qualitätsjournalismus.“ Und Walterskirchen plädierte für Ethik, Respekt und eine Rückkehr zu den Grundregeln des Qualitätsjournalismus. Dazu brauche es Vorbilder wie Engelbert Washietl.