Bayern, Bälle und der Blues. Vom Weltstar aus Bayern bis zur Weltstimme aus dem Orient reicht die Teamliste für das bunte Herbstprogramm der Bühne im Hof in St. Pölten. Die Fußball-WM? Ist schon lang vorbei, wenn St. Pöltens erste (Kleinkunst-)Bühne ihre neue Saison ankickt.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 10. Juni 2014 (00:01)
NOEN, zVg
Erstmals zu Gast im Hof: Marianne Sägebrecht, Bayern.

Gespielt wird im Herbst im Hof trotzdem. Mit Witzen und Wuchteln. Mit Tasten und Trommeln. Mit Jazz und Swing. Mit Kuba und Irland. Und, auch, mit Fußbällen.

Die Fußbälle haben zwei im Tourgepäck, die in ihrer Liga längst, wenn nicht Welt-, so zumindest Staatsmeister sind: Alfred Dorfer und Florian Scheuba. „Ballverlust“, so heißt das jüngste Programm der bekennenden „Kick-Junkies“. Und das stellt neben Grün und Violett oder Österreich und Brasilien gleich das ganze Fanleben und andere Rauschzustände ins Tor, nein: auf die Bühne. Auf dem Spielplan am 14. und 28. Oktober.

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Wuchteln haben auch andere Herbstgäste in der Hinterhand. Gernot Kulis zum Beispiel, Gabriele Benesch, Andreas Vitásek, Alex Kristan, Klaus Eckel oder Lukas Resetarits. Feiert Premiere: Gernot Haas (24. Oktober). Feiern neue Programme: Viktor Gernot („Im Glashaus“, am 2. und 3. Oktober und „In Full Swing“ am 6. und 7. November), Roland Düringer („ICH allein?“ am 12. und 13. November) oder Andrea Händler („Ausrasten!“
am 5. Dezember).

St. Pölten-Premiere für Sägebrecht

Und die Bayern? Die kommen auch. Und zwar gleich im Doppelpack. Der eine war vor Jahren schon mal da. Ist zwar kein bekennender Kicker. Doch noch immer ein großer „Revoluzzer“. Und singt und spielt heuer „Im Namen der Gerechtigkeit“. Zu erleben ist Konstantin Wecker am 27. und 28. September in der Bühne im Hof.

Die andere war noch nie in der Julius-Raab-Promenade. In Hollywood auch nicht. Dafür aber in Rosenheim. Nach St. Pölten kommt Marianne Sägebrecht am 22. Oktober. Mit Literatur („Von Säge bis Brecht“) und einem Geiger.

Poesie aus dem Orient und Musik aus aller Welt 

Nicht aus Bayern, sondern aus Teheran kommt eine ganz andere ganz große Stimme. Die gehört Azam Ali. Und die gehört auf dem Spielfeld der Weltmusik längst zu den Stürmerinnen. Schließlich hat die in Montreal lebende Sängerin mit ihrem Bandprojekt Niyaz die Poesie der Sufis mit den Beats der Elektro-Remixer vereint. Wie sich das anhört? Am 29. Oktober in der Bühne.

Und wer noch mehr Lautes, Leises, Cooles, Heißes, Neues, Traditionelles hören will, der ist beim Frauen Percussion Ensemble Teheran (11. September), bei den Dublin Legends (am 12. September), bei der Kuba-Gala (Höfefest am 13. September), bei Chris tian Muthspiel (am 25. September), bei Willi Resetarits (am 10. Oktober), bei Marianne Mendts Jazzfestival (am 17. Oktober), beim kubanischen Ritmo Tropical (am 29. November), bei Voxenstopps „Nikolaus-Special“ (am 6. Dezember) oder beim Irish Christmas Festival (am 7. Dezember) richtig.
Hingehen, anhören!  www.bih.at