Beethoven auf neuen Wegen. Acht Online-Konzerte und über 50.000 Zuseher bei NÖs erstem Beethoven Frühling.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 15. Juli 2020 (02:05)
Wollte „mit Mut voranschreiten“: Dorothy Khadem- Missagh auf der Terrasse des Casinos Baden.
Alexander Riek

„Neu, jung, kreativ“ – so sollte der erste Beethoven Frühling werden, den Pianistin und Badenerin Dorothy Khadem-Missagh im Beethoven-Jahr aus der Taufe gehoben hat. Mit acht Konzerten, vielen Gästen und an sechs besonderen Orten. Dann kam Corona. Und das frisch gegründete Festival konnte nicht einmal mehr Eröffnung feiern.

Beethoven gab’s trotzdem. Den Beethoven Frühling auch. Mit acht Konzerten an acht Freitagabenden. An (nur) einem besonderen Ort. Und mit (teils) neuen Gästen von Vahid Khadem-Missagh über Bartolomey Bittmann bis zum Philharmoniker-Kammerorchester. Am 15. Mai ging’s los – online und live, mit rotem Teppich und jeder Menge Beethoven-Köpfen, mit Honoraren für die Künstler und einem Festsaal statt eines Wohnzimmers.

Acht Wochen später hatten mehr als 50.000 Beethoven & Breinschmid, Piazzolla & Paganini, Brahms & Mozart aus Baden gesehen und gehört, die Gesamt-Reichweite lag bei einer halben Million Menschen. „Ein innovatives kulturelles Lebenszeichen“, so auch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.