Brigitte Fürle: "St. Pölten wäre an der Reihe gewesen". Man müsse es zwar "sportlich sehen". Der Entscheid gegen St. Pölten als Europas Kulturhauptstadt 2024 ist für Festspielhaus-Chefin Brigitte Fürle aber nicht ganz nachvollziehbar. Kulturstrategisch wäre, so Fürle, St. Pölten "an der Reihe gewesen".

Von Michaela Fleck. Erstellt am 12. November 2019 (11:56)
Brigitte Fürle
Erich Marschik

Es war "50:50". Meint St. Pöltens Festspielhaus-Leiterin. Dass Europas Kulturhauptstadt 2024 aber nun Bad Ischl heißt - und nicht St. Pölten, kam für Brigitte Fürle doch überraschend. "Ich hätte doch gemeint, dass St. Pölten kulturstrategisch an der Reihe wäre", so Fürle. Denn: "Es gab eine ganz große Zusammenarbeit, auch von seiten des Landes. Und es war auch politisch eine neue Ära spürbar." Von allen Seiten hätte man "die Daumen gedrückt". 

Das Festspielhaus selbst "ist europäisches Tanzhaus, das werden wir auch weiterhin sein". Aber diesen "Parcours", auf dem die Kulturhauptstadt-Jury vergangenen Samstag in St. Pölten unterwegs war, vom Rathaus über das Landestheater, das Cinema Paradiso, LAMES, die Synagoge bis zum Festspielhaus, "den würde ich mir für viele Gäste wünschen". Und jetzt, so Fürle, mache sie sich auf den Weg zum St. Pöltner Rathausplatz. Dort hatte Bürgermeister Matthias Stadler zum "Spontanspektakel" geladen - und zum "Start in eine außergewöhnliche Kulturregion".