Bücher voll Liebe. Mira Lobe / Die Mutter der Geggis wäre heuer 100 Jahre.

Erstellt am 06. Juni 2013 (06:00)
NOEN, Regine Hendrich
Von Thomas Jorda

Das Gesamtverzeichnis zählt 103 Bücher auf, viele davon in Dutzende Sprachen übersetzt, die meisten für junge Menschen geschrieben, voll Liebe und Herzenswärme, Humor und Verständnis. Heuer würde Mira Lobe, die berühmteste Kinderbuchautorin Österreichs, hundert Jahre alt werden.

Die Geggis, das kleine Ich- bin-ich, die Omama im Apfelbaum, Hannes und sein Bumpam oder Valerie und die Gute-Nacht-Schaukel – wer kennt sie nicht, Lobes liebenswerte Heldinnen und Helden? Viele Generationen wurden durch sie geprägt.

Die Autorin wurde am 17. September 1913 in Görlitz in Schlesien als Hilde Mirjam Rosenthal geboren. 1936 musste sie als Jüdin nach Palästina flüchten. Dort heiratete sie den Schauspieler Friedrich Lobe, mit dem sie zwei Kinder hatte. Ab 1950 lebte sie in Wien – und auf dem Annaberg. Am 6. Februar verstarb die große Dame der Kinderliteratur.

Dieses Jubiläum nimmt die Wallfahrtsgemeinde Annaberg zum Anlass, erstmals Mira-Lobe-Festwochen zu feiern, die kürzlich mit einer Feier eröffnet wurden, in deren Mittelpunkt Miras Sohn Reinhardt Lobe stand, der viel Bemerkenswertes aus dem Leben seiner Mutter zu erzählen wusste.

Ein weiterer Beitrag zum Jubiläumsjahr ist eine Ausstellung in den Räumen der „Alten Gemeinde“ in Annaberg gleich neben der Wallfahrtskirche, mit vielen Informationen über die Autorin, zahlreichen Bildern und Büchern. Die Schau ist bis 26. Juli und dann wieder von 1. bis 17. September Samstag, Sonn- und Feiertag geöffnet, und zwar von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr. Termine für Gruppen können telefonisch unter 0664 / 162 01 71 mit der Kuratorin Claudia Kubelka vereinbart werden.

Auf dem Programm der Festwochen in Annaberg stehen in den kommenden Wochen noch Vorträge, Lesungen, eine Märchenwanderung – und die Aufführung der „Geggis“ durch die legendäre und für die beeindruckend politische „Proletenpassion“ bekannt geworde Gruppe „Die Schmetterlinge“.