Christa Kummer "macht" seit 20 Jahren das Wetter. "Wenn ich ,Wetterfee' nur höre, dreht sich mir der Magen um!", schimpft Christa Kummer. "Das hört sich so nach blondem ,Haserl' an, und das bin ich überhaupt nicht!"

Von Verena Randolf. Erstellt am 03. August 2015 (10:23)
NOEN, Foto: Marschik
Ihr Mann, der sie als »Einheimischer« zum Zweitwohnsitz im Kamptal brachte, darf »Froscherl« zu ihr sagen. »Nur er und mein Lieblingswirt!«, lacht Wettermoderatorin Christa Kummer.

"Leute, die mich kennen, wissen, dass sie mich mit ,Wetterfee‘ richtig ärgern können. ,Wenn Sie mich schon titulieren wollen, können Sie ruhig Frau Doktor zu mir sagen!‘, sage ich dann immer. Ich habe nicht studiert, um mich dann ,Fee‘ nennen zu lassen!“

Seit 20 Jahren steht Moderatorin Christa Kummer im ORF-Fernsehen vor Wetterkarten und präsentiert ihre Prognosen - „basierend auf mathematischen Fakten“, wie sie sagt. 1995 war sie die erste Frau, die als Wettermoderatorin am heimischen Bildschirm Regen oder Sonnenschein vorhersagte.

"Ich sah aus wie eine Tapete"

An ihren ersten TV-Auftritt kann sie sich noch gut erinnern, die Reaktionen darauf sind aber noch mehr im Gedächtnis geblieben: „Ich hatte ein etwas ungünstiges Outfit an und sah – mit den ockergelben Wetterkarten im Hintergrund – aus wie eine Tapete!“, lacht sie. „In den Zeitungen stand dann: ,Die Frau heißt Kummer und genauso sieht sie auch aus!‘“.

Bei den Männern, die vor ihr diesen Job gemacht hatten, sei das Outfit nie Thema gewesen, sagt die 50-Jährige. „Es wäre niemandem aufgefallen, wenn die tagelang dasselbe Sakko angehabt hätten, und falls doch, hätte sich niemand darüber beklagt. Bei mir war das dann anders – meine Outfits wurden regelrecht analysiert.“ Die Ausstattung der Wettermoderatorinnen hätte schon einigen Modechefs im ORF den Job gekostet.

Trendsetterin in Sachen Schuhe

Mittlerweile ist Kummer Trend-Setterin, wenn sie allabendlich auf den Bildschirmen erscheint, vor allem was das Thema „Schuhe“ betrifft: „Wenn ich unterwegs Leute treffe, geben sie mir die Hand und schauen dann als Erstes auf meine Füße. Dass ich Schuhe liebe, hat sich mittlerweile herumgesprochen“, schmunzelt sie.

Wie viele Paare die Wienerin mittlerweile besitzt, kann sie gar nicht sagen. Platz genug, die vielen High Heels auszulagern, hat sie jedenfalls: Neben ihrem Hauptwohnsitz in Wien gibt es auch Schuhschränke im Haus am Neusiedlersee und im Kamptal, wo sie seit zehn Jahren mit ihrem Mann ihre Freizeit verbringt.