Tonkünstler: Absagen, Vorschauen und Zaubereien. Niederösterreichs Tonkünstlerorchester hat schon vergangene Woche alle Konzerte bis vorläufig 14. April abgesagt. Einer seiner Konzertmeister musiziert inzwischen daheim - und zaubert dabei auch kurzfristig mal das Virus weg.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 23. März 2020 (10:06)
Spielpause: Niederösterreichs Tonkünstlerorchester mit seinem Chefdirigenten Yutaka Sado (im Bild in einer seiner drei Residenzen, dem St. Pöltner Festspielhaus) macht vorläufig bis 14. April Pause.
Werner Kmetitsch

"Stay home, stay safe", also: "Bleib daheim, bleib sicher" - das gilt zurzeit auch für Niederösterreichs Orchestermusiker. Die, nämlich Niederösterreichs Tonkünstler, haben schon vergangene Woche alle Abonnement-Konzerte im St. Pöltner Festspielhaus und alle Osterkonzerte im Grafeneger Auditorium bis vorläufig 14. April abgesagt.

Und statt dessen (ohne Presse und ohne Publikum) ihre nächste Saison 2020/21 präsentiert. Die soll am 4. Oktober mit Carl Orffs "Carmina Burana" starten. Denn: "Wir gehen davon aus, dass wir im Oktober wieder normale Zustände haben."

Am herbstlichen Konzertprogramm: Dvoráks "Aus der Neuen Welt", Mahlers Erste, Strauss' "Alpensinfonie", Schuberts Große C-Dur und Strawinskys "Sacre", drei "Erklärt. Erlebt!"-Abende und drei Konzerte rund um die menschliche Stimme. Geplant sind auch Tourneen nach Großbritannien und Japan, zwei Tanztheater-Produktionen in St. Pölten und Festtagskonzerte zu Weihnachten, Silvester, Neujahr und am Karfreitag 2021.

Bis dahin bleibt man „zuhause“ – und spielt etwa Ravels Bolero per Video-Schaltung.

Und einer der Konzertmeister des Tonkünstlerorchesters NÖ, Geiger und Allegro-Vivo-Leiter Vahid Khadem-Missagh, der in seinen Solo-Programmen gerne auch mal zaubert, hat schon zuvor ein bisschen Musik und ein bisschen Magie veröffentlicht - zum Lächeln und zum Staunen, auch in Krisenzeiten - hier geht's zum Video auf Facebook.

www.tonkuenstler.at