„Das Glücksgefühl beim Musikmachen“. Christof Spörk, Steirer, Kabarettist, Musiker, Gewinner des Salzburger Stiers 2014, im Gespräch mit Thomas Jorda über die Volksmusik und das Festival aufhOHRchen.

Von Thomas Jorda. Erstellt am 10. Juni 2014 (09:42)
NOEN, Bernd Matschedolnig
Christof Spörk, Steirer, Kabarettist, Musiker, Gewinner des Salzburger Stiers 2014, im Gespräch mit Thomas Jorda über die Volksmusik und das Festival aufhOHRchen. Foto: Bernd Matschedolnig

NÖN: Das aufhOHRchen in Sieghartskirchen – für einen Steirer ist das fast schon Ausland.
Spörk: Das ist kein Problem. Aber man erwartet, dass ich dort moderiere. Und da habe ich eher weniger Erfahrung. Als Moderator soll man, wie der Name sagt, moderat sein. Der Kabarettist kann und soll sich positionieren, darf auch scharf schießen. Das Ausgleichende ist nicht meine Stärke.

Sie haben viele Jahre bei den Landstreich gespielt und den Global Kryners – Volksmusik liegt Ihnen augenscheinlich sehr nahe.
Deswegen bin ich auch sehr kritisch. Natürlich freue ich mich über jeden, der sie macht. Aber besser, wenn er sie gut macht.

„Industriefutter kaufen oder dem Salat beim Wachsen zuschauen“

Muss Volksmusik authentisch sein?
Das ist nicht das Wichtigste – sondern dass die Menschen selbst Musik machen. Als Kontrast zur musikalischen Fertigbauwelt, die uns dauernd zudröhnt. Der Hauptverdienst der Volkskultur NÖ ist, dass sie bei den Menschen die Freude am gemeinsamen Spielen geweckt hat.

Zeigt Volksmusik auch anderswo Wirkung?
Wer das Glücksgefühl beim Musikmachen gespürt hat, sucht es in anderen Lebensbereichen, zum Beispiel beim Essen. Es ist einfach ein Unterschied, ob ich das Industriefutter dankbar kaufe oder ob ich dem Salat beim Wachsen zuschaue. Das Wissen um dieses Glück steckt auch hinter der sensationellen Idee von aufhOHRchen, wo ein ganzer Ort zum Klingen gebracht wird. Da ist dann auch nicht wichtig, was geschieht, sondern wie es gemacht wird.

www.aufhohrchen.at