Der König festigt seine Macht. Rudolf Graf von Habsburg (1218 bis 1291)

Von Thomas Jorda. Erstellt am 26. Oktober 2016 (04:49)
NÖN, ZVG

Bedeutend. Rudolf Graf von Habsburg (1218 bis 1291) war nicht der Urheber der Dynastie. Seine Familie war eines der bedeutendsten Adelsgeschlechter Schwabens, dessen Geschichte sich bis in das späte zehnte Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Der Schwerpunkt von Besitz und Macht lag entlang des Rheins im Grenzgebiet der heutigen Länder Schweiz, Frankreich und Deutschland.

Gekrönt. Nach dem Ende der Staufer und des Interregnums wollten die Kurfürsten wieder klare Verhältnisse schaffen und wählten Rudolf am 1. Oktober 1273 in Frankfurt zum König des Heiligen Römischen Reiches. Die Krönung fand am 24. Oktober in Aachen statt. Sein gewaltiges Monument steht im Dom zu Speyer, wo er auch begraben liegt (Bild).

Gesiegt. König Rudolf musste sich eine entsprechende Hausmacht schaffen und das Reich konsolidieren, wie es die Fürsten von ihm erwarteten. Das gelang ihm vor allem in der kriegerischen Auseinandersetzung mit König Ottokar von Böhmen, dem er die babenbergischen Herzogtümer Österreich, Steiermark, Kärnten und Krain entreißen konnte. 1276 hielt Rudolf Einzug in Wien, 1278 ließ er den Leichnam seines Feindes Ottokar dort öffentlich ausstellen.

Nächste Woche: Alte Größe.