Der Große Krieg. Ausstellung / Die Schallaburg will der historischen Verantwortung Österreichs gegenüber dem Thema gerecht werden.

Erstellt am 03. März 2013 (16:38)
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Das Hindenburg-Beuteltier. zVg
Von Thomas Jorda

Gleich drei Häuser werden sich im nächsten Jahr mit dem Ersten Weltkrieg beschäftigen. Die Schallaburg zeigt „Jubel & Elend. Leben mit dem Großen Krieg 1914 – 1918“ und das Heeresgeschichtliche Museum in Wien (HGM) wird seine Ausstellungsräume zum Ersten Weltkrieg bis 1914 neu aufstellen. Schloss Artstetten schließlich, Grabstätte des 1914 in Sarajewo ermordeten Franz Ferdinand, zeigt die Sonderschau „Vom Machthunger zur Friedenskultur – 100 Jahre nach dem Tod des Thronfolgers“.

Kurt Farasin, Geschäftsführer der Schallaburg, will „neue Perspektiven dieses Krieges, Lebenswelten und individuelle Schicksale mit all ihren Widersprüchlichkeiten zeigen und so der historischen Verantwortung Österreichs gegenüber dem Thema gerecht werden.“

Und HGM-Direktor Christian Ortner ergänzt: „Passend zu unserem Motto ‚Kriege gehören in das Museum‘ wollen wir zeigen, wie man aus Geschichte lernen kann.“

Was alles konkret gezeigt wird, ist noch geheime Kommandosache. Das einzig bekannte Exponat kommt aus dem Naturhistorischen Museum. Das 1914 im ehemals deutschen Papua Neuguinea entdeckte, nach Feldmarschall Hindenburg benannte Beuteltier (Dactylopsila trivirgata) soll die Kriegseuphorie der Zeit illustrieren. Aber es wird sicher noch bessere Schaustücke geben.