Der Sitz, der Leben rettet. Ein Gurt alleine reicht für Kinder nicht aus. Im Ernstfall ist ein geeigneter Kindersitz entscheidend.

Erstellt am 18. Juni 2013 (10:28)
Besser zu früh als zu spät – das gilt auch bei der Verwendung eines Kindersitzes im Auto. Denn für Kinder unter einer Körpergröße von 150 Zentimetern ist ein Kindersitz gesetzlich vorgeschrieben.
Doch die Auswahl und die richtige Montage sind ausschlaggebend für die Sicherheit der kleinen Mitfahrer. Erhebungen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit haben ergeben, dass in zwei von drei Fällen kein ordnungsgemäßer Sitzeinbau gemacht wurde oder die Kinder nicht richtig im Sitz gesichert sind.
Damit das nicht passiert, muss der Sitz in jedem Fall auf Größe und Gewicht des Kindes abgestimmt sein. Je nach Gewicht gibt es verschiedene Kategorien:

  • Gruppe 0+ bis 13 Kilogramm:

Die richtige Kindersicherung beginnt schon beim Heimtransport eines Säuglings aus dem Krankenhaus. Dafür gibt es spezielle Babyschalen der Gruppe 0+, welche bis zu einem Körpergewicht von 13 Kilogramm verwendbar sind. Das Wichtigste: Diese Babysitze muss man unbedingt gegen die Fahrtrichtung verwenden. Aber Vorsicht: Dort, wo es einen Airbag gibt, darf der Sitz nicht montiert werden.

  • Gruppe 1 von 9 bis 18 Kilogramm:

Diese mittlere ECE-Normgruppe beschreibt die Kategorie für Kinder ab neun bis 18 Kilogramm, das entspricht etwa einer Verwendung für ein Alter von ein bis vier Jahren.
In dieser Kategorie kann man sich zwischen verschiedenen Systemen entscheiden: Zum Beispiel ein rückwärts oder vorwärts gerichtetes Hosenträgersystem, ein Fangkörpersystem oder ein Dreipunkt-Gurtesystem.

  • Gruppen 2 und 3 von 15 bis 36 Kilogramm:

In diese Sitz-Kategorie sollte man erst so spät wie möglich wechseln – eine Mindestgröße von 110 Zentimetern sollte gegeben sein. Sie bieten Schutz für eine Körpergröße bis 150 Zentimeter.
Bis dahin ist eine Sitzerhöhung in Kombination mit einer Rückenlehne zusätzlich zum Gurt noch notwendig. Nur so kann der Gurt richtig über den Körper geführt werden und im Ernstfall schützen.

Tipps zum Kindersitz-Kauf
Wer beim Kauf eines Autositzes für den Nachwuchs alles richtig machen möchte, sollte im Vorfeld einige Dinge beachten:

  • 1. Persönliches Profil

In welchem Auto soll es transportiert werden?
Gibt es besondere Bedürfnisse, wie etwa häufige Langstreckenfahrten?

  • 2. Einholen von Informationen

Welcher Kindersitz passt zu Größe und Gewicht des Kindes?
Welche Kindersitze schneiden bei Testberichten gut ab?

  • 3. Der Kauf
Das Kind sollte man auf jeden Fall zur Verkaufsberatung mitnehmen.
Die Funktionen der Sitze sollte man sich unbedingt vorführen lassen.
Den Kindersitz vor dem Kauf immer im eigenen Auto montieren und das Kind Probe sitzen lassen.
Weitere Informationen zum Thema: Broschüre „Sicher unterwegs im Auto“ – BMVIT, www.bmvit.gv.at

Mehr zum Thema Sicherheit zu Hause, im Straßenverkehr und im Internet lesen Sie im >>NÖ-Sicherheitsratgeber 2013.