Die Hebamme der Jung-Jazzer. Zehn Jahre „Marianne-Mendt-Jazz-Festival“ in St. Pölten - und der Nachwuchs geht noch lange nicht aus.

Von Verena Randolf. Erstellt am 08. September 2014 (10:44)
Singt seit fünfzig (!) Jahren - und seit zehn Jahren am liebsten mit ihren jungen Talenten: Jazz-Legende Marianne Mendt (im Bild mit ihrem Kontrabassisten).
NOEN, Erich Marschik

Der Oktober steht auch heuer – und das zum zehnten Mal in Folge – ganz im Zeichen des Jazz: Im St. Pöltner Festspielhaus treten unter der Ägide von Sängerin Marianne Mendt zahlreiche „alte“ Showbiz-Hasen und junge Talente auf.

„Ja“, strahlte die Mendt bei der Präsentation des Programms, bei der sie auch ihre neue CD „More and more“ vorstellte, „es gibt sie noch, die jungen Talente, die sterben nicht aus! Ganz im Gegenteil, sie werden immer mehr und immer besser. Und viele sind bereit, professionelle Wege einzuschlagen. Das ist sehr erfreulich.“ Ihr Engagement weiß mittlerweile ganz Österreich zu schätzen – und hat ihr den Beinamen „Hebamme des Jazz“ eingebracht.

Bühne frei für elf Nachwuchskünstler

Am 3. Oktober präsentiert die Ikone des österreichischen Jazz gleich elf Nachwuchskünstler, die sie im Laufe des Jahres im ganzen Land gesucht und gefunden hat, im kleinen Saal des Festspielhauses.

Tags darauf findet die traditionelle „That’s EntertainMendt“-Gala statt, bei der die erwähnten Größen auf die Bühne geholt werden: Wolfgang Böck, „mein Trautmann“, wird mit ihr ein Duett singen. „Wahrscheinlich den „Kaisermühlen-Blues“, schmunzelt sie, „das läge ja auf der Hand!“

Ebenfalls mit dabei: einer, den man eher von der Kabarettbühne kennt: „Der beste Sänger weit über die Grenzen des Landes hinaus“, streut die Künstlerin im Vorfeld Rosen: „Viktor Gernot!“

Am 11. Oktober präsentiert Sängerin Monika Ballwein ihre neue CD im Musikcafé Egon. Und als Abschluss bittet Marianne Mendts Schauspielkollege Heinz Marecek zu „Literatur & Jazz“ in die Bühne im Hof, wo auch die Nachwuchskünstler ab 19.30 Uhr zu erleben sein werden.

www.mmjazzfestival.at