Die jungen Meister. Prima La Musica /  Der Landeswettbewerb der Musikschulen findet heuer zum 20. Mal statt. Bislang haben über 13.000 Kinder und Jugendliche aus ganz NÖ mitgemacht. Für manche war es ein Ansporn, weiter Musik zu machen oder überhaupt ein Startschuss für eine steile Karriere im Musikbereich.

Von Gerti Süss. Erstellt am 24. Februar 2014 (23:59)
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NOEN, Gerald Lechner

Von Gerti Süss

Für manche war es ein Ansporn, weiter Musik zu machen oder überhaupt ein Startschuss für eine steile Karriere im Musikbereich. Andere wollten vielleicht unbedingt einmal einen Preis gewinnen oder einfach nur sehen, wo sie stehen – nach dem Motto: „Dabei sein ist alles“.

Die Rede ist von den über 13.000 Kindern und Jugendlichen, die seit 1995 beim Landeswettbewerb von „Prima La Musica“ mitgemacht haben. Der Wettbewerb findet heuer von 26. Februar bis 8. März zum 20. Mal statt und verzeichnet mit 1.080 Anmeldungen einen neuen Teilnehmerrekord. Damit ist der NÖ Landeswettbewerb auch der größte unter allen Bundesländern.

Bühne frei im Festspielhaus St. Pölten

Austragungsort ist heuer zum dritten Mal das Festspielhaus St. Pölten. Elf Tage lang werden die Musikschüler dort in sieben Altersgruppen und neun Kategorien um die Wette musizieren.

Je nach Altersgruppe müssen die Teilnehmer mindestens zwei oder drei Originalwerke aus verschiedenen Stilepochen vortragen. Zumindest ein Werk davon muss aus dem 20. Jahrhundert sein, Pflichtstücke gibt es nicht.

Plattform zur Vernetzung

Wesentlicher Bestandteil sind auch Beratungsgespräche mit der Jury, wo die Teilnehmer Verbesserungsvorschläge erhalten können. „Zusätzlich bietet Prima La Musica den Eltern und Lehrern eine Plattform zur Vernetzung“, erklärt Dorli Draxler, Geschäftsführerin der Musikschulmanagement NÖ GmbH.

Zu gewinnen gibt es eine Urkunde für den „Ersten Preis mit ausgezeichnetem Erfolg“. Die Krönung des NÖ Landeswettbewerbs ist der „Tag der jungen Meister“ am 26. April im Festspielhaus St. Pölten.

Preisträger ab zehn Jahren können außerdem am bundesweiten Wettbewerb teilnehmen, der heuer von 6. bis 11. Juni in Wien stattfindet. „In den letzten Jahren konnten die herausragenden Leistungen der Nachwuchsmusiker unser Bundesland im österreichweiten Spitzenfeld positionieren“, freut sich Michaela Hahn, ebenso Geschäftsführerin der Musikschulmanagement NÖ GmbH. Im Vorjahr erreichten die Teilnehmer aus Niederösterreich insgesamt 35 erste Preise, 53 zweite Preise und 16 dritte Preise. Und bei der Wertung der Solisten stand Niederösterreich an erster Stelle aller Bundesländer.

Ex-Teilnehmer, die man heute kennt

Dass aus Prima La Musica auch wahre Meister hervorgehen, zeigen so manche Kandidaten der vergangenen Wettbewerbe. So finden sich unter den Teilnehmern bekannte Namen wie jene der Gebrüder Andreas und Daniel Ottensamer aus Perchtoldsdorf, die heute jeweils die erste Soloklarinette bei den Berliner Philharmonikern (Andreas Ottensamer) und bei den Wiener Philharmonikern (Daniel Ottensamer) spielen.

Ein jüngeres Beispiel ist Sophie Kolarz-Lakenbacher aus dem Bezirk Tulln, die seit 2012 die erste Violonistin beim Tonkünstler Orchester Niederösterreich ist. Auch in der Popwelt gibt es ehemalige Prima-La-Musica-Teilnehmer: So hat etwa die ehemalige Songcontest-Teilnehmerin Natalia Kelly aus Bad Vöslau mehrfach bei Prima La Musica mitgemacht und 2006 den ersten Platz in der Kategorie Klavier und 2008 den dritten Platz beim klassischen Gesang (solo) erreicht.