Erstellt am 04. August 2014, 10:53

von Verena Randolf

Daniela Fally: Opern-Star aus Pottenstein. Ihre größte Herausforderung im Moment: das Wetter. Wenn Koloratursopranistin Daniela Fally zehn Meter über Seeniveau auf der Bühne der Bregenzer Festspiele schwebt und ihre "Rache-Arie" aus Mozarts "Zauberflöte" singt, verfängt sich der Wind im imposanten Kopfschmuck und lässt unweigerlich ihren Kopf wackeln.

»Mit 17«, erzählt Opern-Star Daniela Fally, »habe ich bei der Mödlinger NÖN gearbeitet. Das war eine fantastische Zeit!« Mittlerweile steht Fally auf den renommiertesten Opern-Bühnen des Landes.  |  NOEN, zVg

„Das ist beim Singen natürlich eine Herausforderung. Vor allem für die Halswirbelsäule ist der schwere Kopfschmuck eine wirkliche Belastung! Und auch das restliche Kostüm ist nicht ohne!“

Das aufwändige Gewand der niederösterreichischen „Königin der Nacht“ inklusive Plastikpanzer und Co. ist sehr schwer: „Ich trage einen Rock, in den LED-Lampen eingebaut sind. Damit die auch leuchten, ist im Rock ein 30 mal 30 Zentimeter großer Akku eingebaut, und daher ist er dementsprechend schwer.“ Hinzu kommt noch der Regen, der dem Ensemble der Bregenzer Festspiele heuer ordentlich zu schaffen macht: „Mein Make-Up rinnt regelmäßig ab“, erzählt Fally, „das ist nicht regenfest! Aber, was tut man nicht alles für die Kunst?“, fährt sie fort, „und es ist ja nicht so, als ob ich nicht gewusst hätte, worauf ich mich da einlassen würde!“

Durchbruch in Bad Ischl

Ihre Anfänge hatte der mittlerweile gefeierte Opern-Star an der Seite von Felix Dvorak am Stadttheater Berndorf. „Dort war ich das Mädchen für alles. Von der Beleuchtung bis zum Sponsoring habe ich alles gemacht! Und ein weiterer wichtiger Schritt war mein Engagement am Stadttheater Baden, wo ich meine ersten Sprechrollen hatte.“

Endgültig entdeckt wurde Fally aber in Bad Ischl, wo Maestro Franz Welser-Möst überraschend beim Lehár-Festival im Publikum saß und die junge Sängerin vom Fleck weg engagierte. Seitdem – das war im Sommer 2005 – wird die Pottensteinerin als eine der ganz großen Sängerinnen des Landes gefeiert (ab Oktober ist sie unter anderem an der Wiener Staatsoper in „Ariadne von Naxos“ zu sehen“). Nach Hause kommt sie trotzdem noch sehr gerne: „Ich schaffe es zwar nicht oft, aber wenn ich einen meiner sporadischen Spontan-Besuche zu Hause mache, dann ist das immer eine sehr intensive, schöne Zeit!“