Landesgalerie: Gerda Ridler folgt Christian Bauer. 2022, drei Jahre nach ihrer Eröffnung, bekommt Niederösterreichs Landesgalerie am Kremser Museumsplatz eine neue Direktorin. Die heißt Gerda Ridler, kommt aus Salzburg und folgt Gründungsdirektor Christian Bauer nach.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 01. März 2021 (13:12)

"Stark", "teamorientiert" und "bestens vernetzt" - das waren die Voraussetzungen für die künftige künstlerische Leitung von Niederösterreichs Landesgalerie. Die hat die Kremser Kunstmeile GmbH, eine Tochter von Niederösterreichs größter Kulturholding, der NOEKU, vergangenen September neu ausgeschrieben - knapp eineinhalb Jahre nach der Eröffnung des Aufsehen erregenden Museumsbaus am Kremser Museumsplatz. Und die steht seit heute, Montag, fest: Gerda Ridler wird ab 1. Jänner 2022 die Landesgalerie leiten. 

Ausgesucht wurde die Kunsthistorikerin, Kuratorin, Kunstsachverständige und Publizistin in einem mehrstufigen Bewerbungsverfahren von einer hochkarätigen Kommission, darunter Museumsdirektorin Sabina Haag, Kunsthallen-Leiter Florian Steininger oder Kulturabteilungsleiter Hermann Dikowitsch. Tätig war die Salzburgerin schon für das Linzer Lentos, das Wiener Belvedere und den Steirischen Herbst, hat das Museum Ritter im deutschen Waldenbruch aufgebaut und geleitet, war von 2013 bis 2018 wissenschaftliche Direktorin von Oberösterreichs Landesmuseum und ist seit 2020 Präsidentin des Salzburger Kunstvereins. 

Gerda Ridler sei, so NOEKU-Geschäftsführer und Kommissions-Mitglied Paul Gessl, "eine hochqualifizierte Persönlichkeit" und prädestiniert dafür, "das jüngste und größte Haus auf der Kunstmeile Krems als visionären, genreübergreifenden Ort niederösterreichischer Kunst mit europäischer Dimension zu positionieren". 

Christian Bauer, seit 2015 künstlerischer Direktor der Landesgalerie und maßgeblich für Konzept, Ausrichtung und Bespielung des gut 3.000 Quadratmeter und fünf Stockwerke großen Ausstellungshauses (mit-)verantwortlich, bleibt bis 31. Dezember 2021. Warum sein Vertrag nicht verlängert wurde, wurde nicht begründet. Der Vertrag seiner Nachfolgerin ist jedenfalls auf fünf Jahre befristet.