Donau bekommt Altarm zurück. Donau-Auen sind um eine Lebensader reicher: „Wiederanbindung ist ein Meilenstein.“

Von Tina Wessig. Erstellt am 19. März 2014 (07:00)
Nationalparkdirektor Carl Manzano, Naturschutz-Landesrat Stephan Pernkopf, Bundesministerin Doris Bures und viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler (v. l. n. r.) am neu erfolgten Durchstich. Foto: NLK/Pfeiffer
NOEN, NLK Johann Pfeiffer
Von Tina Wessig

Der Johler Arm ist wieder mit der Donau verbunden: Damit haben Donau-Auen eine Lebensader mehr und Niederösterreich ist durch die Wiederanbindung „ein Meilenstein in der Erfolgsgeschichte ökologischer Projekte an der Donau gelungen“, freut sich Naturschutz-Landesrat Stephan Pernkopf.

Wichtiger Lebensraum für seltene Arten

Mit der Wiederanbindung des ganzjährig durchflossenen Seitenarms wird im Nationalpark Donau-Auen ein Lebensraum für Au-Wild, geschützte Vogel- und seltene Fischarten geschaffen. Die Anbindung des Johlers Arms ist übrigens Teil des Pilotprojekts Bad Deutsch-Altenburg.
x
NOEN, NLK Johann Pfeiffer
In diesem Projekt der viadonau werden Maßnahmen zur Stabilisierung der Donausohle und Verbesserungen für die Schifffahrt sowie Naturschutzmaßnahmen wie Uferrückbau und Renaturierung von Nebenarmen gemeinsam erprobt und umgesetzt. Ein Schulterschluss quasi, der Erfordernisse des modernen Schiffsverkehrs und die Bedürfnisse der artenreichen Natur gleichermaßen berücksichtigt und akkordiert.

Bundesland als österreichweiter Vorreiter

„Niederösterreich ist österreichweiter Vorreiter in der Umsetzung von EU-LIFE-Projekten“, sagt Pernkopf. Damit konnten in den letzten 20 Jahren beachtliche 80 Millionen Euro in Naturschutz-Projekte investiert werden.

Einen Schwerpunkt bilden die Donau und ihre Nebenflüsse, die sich so wieder zu einem vernetzten Lebensraum entwickeln können, nachdem die Nebenarme im 19. Jahrhundert vom Hauptstrom abgetrennt und die Donau in ein enges „Korsett“ gezwängt wurde. Die Wiederanbindung gibt nun nicht nur dem Fluss mehr Raum, sondern dient auch als Beitrag zum Hochwasserschutz.“