Ein Star unter Sternen. Bereits zum zwölften Mal kamen 4.500 Besucher für ein ganz besonderes Konzert nach Stift Göttweig. Elīna Garanča und Nachwuchshoffnung Alexander Grassauer beeindruckten mit ihren Stimmen.

Von Teresa Sturm. Erstellt am 04. Juli 2019 (13:06)

Sobald Anfang Juli die Glocken der Kirche im Benediktinerstift Göttweig wissen Klassik-Fans in Niederösterreich, dass es Grund zur Freude gibt: Elīna Garanča begeisterte mit dem mittlerweile traditionellen Konzert „Klassik unter Sternen“ mehrere tausend Besucher.

Darunter waren auch etliche Promis. Unter anderen: Erwin Hameseder, Präsident Raiffeisen Landesbank NÖ-Wien, Klaus Buchleitner, Generaldirektor Raiffeisen Landesbank NÖ-Wien, Göttweig-Abt Columban Luser, Sängerin und Musikmanagerin Marika Lichter, Ex-Finanzminister Hartwig Löger, Moderator Rainer Parisek, Alt-Landeshauptmann Erwin und Sissy Pröll, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl, NÖ Bauernbunddirektorin Klaudia Tanner, ORF NÖ-Direktor Norbert Gollinger, die Juweliere und Konzertpartner Gmeiner-Wagner, Kulturmanager Daniel Serafin sowie NÖN-Geschäftsführer Friedrich Dungl und NÖN-Chefredakteur Daniel Lohninger.


Anfahrt zahlte sich aus

Wie jedes Jahr, verdiente sich jeder, der es nach oben zum Stift geschafft hat, das Konzert und die dazugehörigen Klänge. Denn es gilt 4.500 Menschen – hauptsächlich via Shuttle-Bus – vor das Benediktinerstift zu bringen. Die Anreise zahlte sich aber in jedem Fall aus, so sangen neben Elīna Garanča auch der ukrainische Tenor Dmytro Popov und die amerikanische Sopranistin Nadine Sierra.

Ein unvergesslicher Auftritt war es wohl für Nachwuchshoffnung Alexander Grassauer. Der junge Steirer ging als einer der jüngsten Teilnehmer der Initiative „ZukunftsStimmen“ als Sieger hervor und durfte deshalb mit Garanča auftreten. Als Begleitung verzauberte das Symphonieorchester der Volksoper Wien unter der Leitung von Dirigent Karel Mark Chichon.

Das vielfältige Programm erstreckte sich von Hector Berlioz, über Charles Gounod bis zu  Georges Bizet blieb  man im Französischen. Gleich nach der Pause bewies Grassauer, dass er den Sieg verdient hat und gab "La calunnia è un venticello" aus "Der Barbier von Sevilla" zum Besten. Das Finale bestritten Garanča, Sierra und Popov gemeinsam und sangen ein Medley aus dem Album "Sol y Vida" von Garanča, das Chichon selbst bearbeitet hat.


Kleine Hoppalas gehören dazu

Es seien zwar keine Musikerinnen oder Musiker erkrankt und auch das Wetter sei ideal, bemerkte Moderatorin Barbara Rett, doch kurz vor Beginn waren noch zwei Kameras ausgefallen und sorgten zumindest hinter der Bühne für aufgeregte Stimmung.

Pünktlich um 20.30 Uhr konnte das Konzert aber starten. Ein Gast dürfte es besonders eilige gehabt haben, denn Rett musste auch ein Autokennzeichen verlesen, weil jemand den Motor seines PKW nicht abgestellt hatte. Es bestünde Explosionsgefahr, so Rett. Explosiv zeigten sich glücklicherweise dann nur die Stimmen der Opernstars und sorgten für zufriedene Klassik-Fans.