Gugging: 3, 2, 1 - Feiern!. Gleich dreifach wird heute, Sonntag, am Gugginger Kulturhügel gefeiert: mit einem frisch renovierten Haus, mit einem frisch eröffneten Café und mit einer frisch gehängten Ausstellung. Chapeau!

Von Michaela Fleck. Erstellt am 22. September 2019 (11:03)

Der Stern leuchtet am Eck, das Café lockt (offiziell zwar erst ab 1. Oktober, aber heute schon zum Gustokriegen) im Hof, und die Kunst wartet im ersten Stock, im Museum, und natürlich auch im Erdgeschoss, in der Galerie - in Gugging wird heute, Sonntag, kräftig gefeiert. Mit offenen Türen im ganzen Haus, mit Spezialführungen und Rätselrallyes (bei der es sogar eine Radierung des Guggingers Oswald Tschirtner zu gewinnen gibt), mit Lesungen (von Burgschauspielerin Maria Happel) und mit Ehrengästen, wie Niederösterreichs Landeshauptfrau. Für die ist Gugging, so Johanna Mikl-Leitner in ihrer Festrede, „ein ganz besonderer Ort“ und ein „Ort der Kreativität mit internationaler Strahlkraft“. Die Künstlerinnen und Künstler hätten hier „etwas Großartiges geschaffen“.

Gefeiert wird auch mit zwei neuen Schauen: die eine in der Galerie, gerade erst elf Tage offen und mit ganz wenigen, ganz großen Werken ("Big Formats") von den Guggingern und anderen Art-brut-Künstlern, die zweite im Museum, heute frisch eröffnet und mit ganz vielen (115 genau), ganz unterschiedlichen und zum Teil überhaupt noch nie gezeigten Werken aus der Heidelberger Sammlung von Hans Prinzhorn aus den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts und vor allem aus deutschen Nervenheilanstalten.

Wer aus Wien anreisen will, auf den wartet um 14 Uhr noch ein Shuttle in der Operngasse (um Anmeldung wird gebeten). Auf alle anderen wartet Kunst, Fest und mehr noch bis 18 Uhr.

www.gugging.at