Europas junge Töne erklingen in Grafenegg. Europas Jugendsinfonieorchester probt gerade zehn Tage lang in Grafenegg. Und spielt am Samstag Fanfaren und Feuervögel.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 21. Oktober 2020 (02:26)
Europas Sterne auf den Pulten, Europas Jugend an den Geigen und Celli: das EUYO beimProben im Grafenegger Auditorium (aufgenommen im Sommer 2019).
EUYO

Der Cellist (Matthias Fröschl) kommt aus Laa an der Thaya, der Trompeter (Anton Kurzbauer) aus Krems, der Tubist aus Graz, die Konzertmeisterin aus Palma de Mallorca, der Saxofonist aus Ljubljana, die Kontrabassistin aus Helsinki, die Oboistinnen aus Spanien, die Bratschistin aus Vilnius. Und alle? Kommen sie aus Europa. Und spielen sie in Europas Jugendsinfonieorchester, kurz: EUYO.

Das gibt es schon seit immerhin 44 Jahren. Das hat als Gründungs-Musik-Direktor immerhin Maestro Claudio Abbado. Und das hat nicht nur einen Hauptsitz im italienischen Ferrara. Sondern, seit 2018, auch eine Residenz im niederösterreichischen Grafenegg.

Die wurde, coronabedingt, im Sommer abgesagt. Und die findet statt dessen seit vergangener Woche in Niederösterreich statt. „Wir sind hocherfreut, unsere jährliche Residenz in Grafenegg abhalten zu können“, stellt EUYO-Secretary General, Marshall Marcus, klar. Und: „An und mit unserem Sommersitz arbeiten zu können, ist eines der Highlights unseres Jahres!“

Zehn Tage probt das Orchester, das derzeit aus 177 Mitgliedern aus 28 Ländern besteht (85 davon werden in NÖ spielen) und gerade mitten in seinen diesjährigen (Online-)Auditions mit 1.500 Kandidaten ist, in Grafenegg. Und spielt am letzten Tag, dem 24. Oktober , der mit dem 75. Geburtstag der Vereinten Nationen zusammenfällt, ein „wundervolles Konzert“ im Auditorium, mit Marin Alsop am Dirigentenpult und Hakan Hardenberger an der Solo-Trompete. Am Programm: Copland, Tower, HK Gruber und Igor Strawinski.

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