Eva Rossmann: Ein Mord pro Jahr. Von Verena Randolf Im Juli und im August kommt sie so richtig in Fahrt. Dann hat es die „richtige Betriebstemperatur“, wie sie sagt. Autorin Eva Rossmann verschanzt sich in ihrem Garten im Weinviertler Auersthal und schreibt.

Erstellt am 01. September 2013 (17:19)
NOEN, Buchhandlung Hofbauer, Leibnitz

Von Verena Randolf

Im Juli und im August kommt sie so richtig in Fahrt. Dann hat es die „richtige Betriebstemperatur“, wie sie sagt. Autorin Eva Rossmann verschanzt sich in ihrem Garten im Weinviertler Auersthal und schreibt. „Von halb zehn, zehn sitze ich bis sieben Uhr abends und lehne alles andere ab“, erzählt sie.

15 Bücher in 15 Jahren

„Krimis brauchen einen gewissen Zug, finde ich, und den bekommen sie bei mir, indem ich durchschreibe. Für die Rohfassung brauche ich etwa zwei Monate, da tue ich dann nichts anderes.“ So hat sie in den letzten 15 Jahren ebenso viele Bücher mit Mira Valensky, ihrer Heldin, „die keine Heldin ist“, in der Hauptrolle geschrieben. Unter anderem.

Romane, Sach- und Kochbücher kommen noch dazu. Eva Rossmann hat gerne viel zu tun. Jedes Jahr im Herbst erscheint ein Krimi. Mit 2. September liegt Mira Valenskys neueste Geschichte „Männerfallen“ in den Verkaufsregalen; die Rohfassung für das Folgewerk hat die ehemalige Journalistin und Verfassungsjuristin Rossmann längst im Kopf. „Oh ja, der ist schon fertig!“, lacht sie.

Während „Männerfallen“ mit dem Slogan „Männer werden unterdrückt und müssen sich endlich wieder durchsetzen!“ beworben wird, geht es im neuesten Projekt um die Finanzkrise, „die ja nichts anderes als eine Vertrauenskrise ist.“

Ein Karriereende ist noch in weiter Frene

Mira Valensky und ihrer Krimi-Autoren-Karriere ein Ende zu setzen, daran denkt Rossmann auch nach 15 erschienenen Fällen nicht: „Solange mir Dinge in unserer Gesellschaft auffallen, von denen ich glaube, sie könnten mich ein Jahr beschäftigen, werde ich weitermachen!“

In ihren Schreibpausen geht Eva Rossmann einem nicht ganz ungewöhnlichen Hobby in einer doch eher außergewöhnlichen Ausprägung nach: Sie kocht. „Ich stehe, so oft es geht, in Manfred Buchingers Restaurant, der „Alten Schule“, am Herd. Das mache ich seit zehn Jahren, ich liebe das: Alles muss schnell gehen, man arbeitet im Team, hat viel Druck. Für mich ein guter Kontrast zum Schreibprozess, der ja oft eine einsame Angelegenheit ist.“