Gedenkmesse für Dollfuß. Texingtal erinnerte sich zum 80. Todestag an den Gemeindebürger und Bundeskanzler.

Erstellt am 21. Juli 2014 (08:59)
Nach der Gedenkmesse für Engelbert Dollfuß zu Besuch im Dollfußmuseum in Texing im Bezirk Melk: Museumsleiter Konrad Hackl, Landtagspräsident Hans Penz, Hausbesitzerin Karoline Dollfuß, Bürgermeister Herbert Butzenlechner und Landtagsabgeordneter Gerhard Karner (v. l.).
NOEN, Presse&Foto FRANZ GLEISS

Militärdekan Erich Hitz brachte die Anliegen des Festaktes am Sonntag vor dem Dollfußmuseum in Texing im Bezirk Melk auf den Punkt: „Es braucht Gerechtigkeit und Fairness in der Beurteilung anderer.“

80 Jahre nach dem Tod von Bundeskanzler Engelbert Dollfuß am 25. Juli 1934 machte Landtagspräsident Hans Penz kein Hehl um die heutige Darstellung des in Texing aufgewachsenen Politikers: „Für die einen ist er Opfer des Widerstandes gegen die Nationalsozialisten. Für die anderen ist er der Zerstörer der Demokratie und Arbeitermörder.“ Dollfuß sei den Weg der Autorität nicht wegen seiner Machtbesessenheit gegangen, „sondern, weil er darin den einzigen Weg sah, aus der Depression herauszukommen.“

Penz hatte schon 1998 wesentlich zum Entstehen des Dollfußmuseums beigetragen. Dieses diene – laut Bürgermeister Herbert Butzenlechner – genauso wie der Festakt einem einzigen Zweck: „Die Zeitgeschichte an die nächste Generation weiterzubringen.“