Heidenreichstein: Literatur im Nebel

Erstellt am 26. Oktober 2022 | 01:12
Lesezeit: 2 Min
Im 16. Festivaljahr kam mit Vladimir Sorokin einer der prominentesten systemkritischen Schriftsteller Russlands nach Heidenreichstein, wo sich vergangenes Wochenende zwei Tage lang wieder zahlreiches Publikum in der Margithalle einfand.
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Sorokins dystopische Romane werden heute oft als politische Prophezeiungen gesehen. Bühnenstars von Elisabeth Orth über Robert Stadl-ober und Jan Bülow bis Bibiana Beglau, Autorinnen und Autoren von Bachmann-Preisträgerin Ana Marwan bis Peter Stephan Jungk lasen aus seinen Werken: teils groteske, teils beklemmende Visionen, die nun in der Realität tragische Entsprechung finden. „Es war schon immer gefährlich, ein russischer Schriftsteller zu sein“, meint Sorokin, der in Deutschland im Exil lebt.

Fazit: Brisanter kann Literatur heute kaum sein.