Beethoven Frühling: Zwischen Licht und Schatten

Erstellt am 11. Mai 2022 | 03:28
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8348698_noe19beethovenfruehlingdorothyshirleysu.jpg
„Für mich sind Konzerte Begegnungsorte“: Pianistin, Festivalgründerin und Badenerin Dorothy Khadem-Missagh. Sie spielt bei der Festivaleröffnung am 14. Mai Mozart, Bernstein und Saint-Saëns.
Foto: ShirleySuarez
Mit musikalischen „Lichtblicken“ eröffnet Pianistin Dorothy Khadem-Missagh diesen Samstag ihren dritten Beethoven Frühling.
Werbung

„Es wird sehr schön!“, ist die Festivalgründerin überzeugt. Und hat sich für ihre diesjährige, mittlerweile dritte Festivalausgabe auch ein schönes Motto ausgesucht. „Lichtblicke“ heißt das. Und soll „gerade jetzt Glücksmomente und Lichtblicke schaffen“.

Diesen Samstag fällt der Startschuss zum Beethoven Frühling 2022. Und zwar in den Wiener Neustädter Kasematten. „Endlich können wir das Publikum wieder im Saal begrüßen“, freut sich Dorothy Khadem-Missagh, „das ist gleich der erste Lichtblick!“ Denn in den ersten beiden Festivaljahren wurde pandemiebedingt zwar gespielt, aber fast ausschließlich im Stream. Heuer musiziert man wieder ohne Bildschirm – an neuen Orten, mit neuen Gästen und mit neuen Programmen.

„Natürlich ist Beethoven allgegenwärtig“, stellt die Badener Pianistin und Festivalleiterin klar. Aber: „Der Beethoven Frühling möchte auch Beziehungen herstellen.“ Zu Mozart und Bernstein, zu Schubert und Brahms, zu Gál und Grieg. Aber auch zu den Spielorten, die alle mit Beethoven zu tun haben. Und unter denen sich heuer erstmals die Wiener Neustädter Kasematten („die sind eine herrliche Stätte, historisch, aber auch futuristisch – wie Beethoven auch“) und die Kirche St. Peter an der Sperr („das ist auch ein besonderer Rahmen“) finden, außerdem wieder das Casino Baden und das Gneixendorfer Schloss Wasserhof.

Beziehungen will man aber auch zum Publikum herstellen – etwa mit den konzertbegleitenden Podcasts oder mit dem am 20. Mai aus der Taufe gehobenen Forum, wo sich „junge Musikerinnen und Musiker und Musikinteressierte“ begegnen können. Auf die Bühne hat Dorothy Khadem-Missagh, die selbst als Solistin und mit ihrem Trio Vision (am 1. Juni ) zu hören sein wird, Kollegen, Freunde und junge und internationale Stars gebeten.

Geiger Christian Altenburger und Schauspielerin Julia Stemberger kommen – mit dem „Karneval der Tiere“ – zur Eröffnung (am 14. Mai) , Kammersänger Wolfgang Bankl singt mit dem Kreisler Trio Wien (am 26. Mai ), Pianist Claus-Christian Schuster spricht zur Einführung (am 1. Juni ), das Simply Quartett kommt nach Gneixendorf (am 11. Juni ), und das Wiener Kammerorchester beschließt – mit Dorothy Khadem-Missagh am Klavier – den Kammermusikreigen (am 19. Juni ).

www.beethovenfruehling.at