Von Beethoven bis Podcast. Mit Online-Konzerten und Open-Air-Plänen, mit neuen Gästen, neuen Gesprächen und einem neuen Podcast startet Dorothy Khadem-Missaghs Beethoven Frühling am 7. Mai in seine zweite Saison.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 22. April 2021 (16:43)
Will mit ihrem zweiten Beethoven Frühling wie dessen Namensgeber „dem Schicksal in den Rachen greifen“: Pianistin und Festivalgründerin Dorothy Khadem-Missagh. 
Shirley Suarez

„Wir halten uns ganz an Beethoven“, verspricht Dorothy Khadem-Missagh. Und will auch in der zweiten Ausgabe ihres jungen Beethoven Frühlings wie der Jubilar vom letzten Jahr „dem Schicksal in den Rachen greifen“. Schon 2020 habe das frisch gegründete Festival noch vor seinem ersten Konzert „einen anderen Weg gefunden“.

Und zwar ins Netz, statt in die Konzertsäle. Ein „Meisterstück unter schwierigen Umständen“ sei das gewesen, lobte auch Niederösterreichs Landeshauptfrau. Diesen Weg will man heuer „mit voller Überzeugung fortsetzen“. Und hat heute, Donnerstag, gleich neben einem der Festivalstandorte, dem Congress Casino Baden, das Programm für die zweite Saison vorgestellt.

Die startet dort, wo auch die erste Saison 2020 nach acht Online-Konzerten endete: im Netz. Und zwar am 7. Mai. Insgesamt sechs Konzerte hat Festivalgründerin Dorothy Khadem-Missagh jeweils wöchentlich am Freitag geplant. Mit Beethoven („der kommt natürlich heuer auch vor“), aber auch mit Mozart und Brahms, Piazzolla und Zemlinsky („zwei diesjährige Jubilare“). Mit Spielorten mit Beethoven-Bezug, wie dem Congress Casino Baden oder dem Schlosspark Gneixendorf, aber auch wie dem Stadttheater, dem Bürgermeistergarten und der Klaviermanufaktur in Wiener Neustadt.

Und mit Gästen wie dem Oberton String Octet, dem Selini Quartett, dem Trio Vision, aber auch Crossover-Cellist Matthias Bartolomey & Philharmoniker-Klarinettist Matthias Schorn, Star-Percussionist Pascal Schumacher und dem Volks-Welt-Musik Ensemble Federspiel - zum Festivalschluss am 6. Juni. Wobei: Die beiden Junikonzerte nach den jüngsten Ankündigungen für mögliche Öffnungen nicht mehr im Netz, sondern „open Air“ geplant sind, so Festivalmanager Jakob Bayer.

Geplant sind heuer aber auch neue Formate im Rahmen des Beethoven Frühling. Um „Publikum und Künstler wieder näher zueinander zu bringen“, bittet Dorothy Khadem-Missagh direkt nach den (Online-)Konzerten ins (Online-)Künstlerzimmer, „um zu plaudern“. Und geplaudert wird auch im neuen Podcast, und zwar mit Star-Kabarettist und Theaterleiter Michael Niavarani. „Wir haben schon im Vorjahr erfolgreich Anpassungsfähigkeit und Kreativität bewiesen“, meint die Festivalleiterin, die den musikalischen Bogen „bis zur zeitgenössischen Musik“ spannen will. Und den Frühling im Festivalnamen auch als „frischen Wind“ verstanden wissen will. Denn: „Absagen gibt es derzeit schon genug!“

Mehr zum Programm, zu den aktuellen Terminen und Orten, zu den neuen Formaten und auch zu den Konzert-Streams auf www.beethovenfruehling.at