Zum letzten Polt: Filmdreh im Weinviertel. Alfred Komareks „Alt, aber Polt“ wird derzeit unter der Regie von Julian Pölsler im Weinviertel gedreht.

Von Carina Rambauske. Erstellt am 07. Dezember 2016 (06:16)
Foto: ORF/Epo Film/Hubert Mican
Filmdreh für Alfred Komareks „Alt, aber Polt“ im nördlichen Weinviertel − mit Erwin Steinhauer als Simon Polt, Iris Berben als schrullige Schauspielerin und Regisseur Julian Pölsler.

Polt radelt wieder durch das Weinviertel, das „sich überhaupt nicht verändert hat“, das „eine ganz andere Welt ist“ und das „so wunderschön ist“, sagen Schauspieler Erwin Steinhauer und Iris Berben sowie Regisseur Julian Pölsler über das nördliche Weinviertel, das seit Anfang November erneut als Drehort für Alfred Komareks „Alt, aber Polt“ dient.

Und Polt? Hat er sich verändert? „Er ist älter geworden und das spürt man, besonders ich“, erzählt Steinhauer lachend. Das typische Bild des durchs Weinviertel radelnden Simon Polts bereite ihm mehr Anstrengung als beim ersten Polt-Film. Dass er nun, nach 16 Jahren, das letzte Mal als Polt vor der Kamera steht, störe ihn nicht: „Ich schließe gerne Sachen ab.“

In der sechsten und letzten Verfilmung von Komareks Krimiserie untersucht der Kult-Gendarm im fiktiven Wiesenbachtal den Tod der Winzertochter, denn auch wenn Polt alt geworden ist, nach der Wahrheit strebt er immer noch. „Polt ist immer noch entschleunigt“, so Pölsler. „Aber trotzdem hat er sich ein bisserl verändert. Der Film geht nun leicht ins Humorvolle, ohne, dass es zur Marotte wird. Kein Schenkelklopfer, sondern das kleine Schmunzeln ist das, was ich will.“

Iris Berben: Verliebt in das Langsame

Im Laufe seiner Ermittlungen begegnet Polt unter anderem der schrulligen Schauspielerin Mira Martell, die von Iris Berben gespielt wird. „Von der skurrilen Schauspielerin zum normalen Menschen – das kann sie von Satz zu Satz modulieren, und das ist ganz besonders“, schwärmt der Regisseur.

Und auch Iris Berben schwärmt. Von der Rolle, vom Team, vom Film. Außerdem habe sie sich, verrät die Schauspielerin, verliebt: in das Langsame. Und auch, dass es hier im nördlichen Weinviertel so ruhig ist: „Morgens und abends zähle ich, in wie vielen Häusern im Ort Licht brennt – sehr viele sind es nicht.“

Bis Ende des Filmdrehs geht es im Pulkautal allerdings noch turbulent zu. 2017 soll die Filmproduktion auf ORF 2 zu sehen sein.