Von Kulissen und Kostümen. Auch abseits der Hauptrollen könnte diesen Mittwoch jede Menge NÖ auf der Siegerliste stehen.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 30. Januar 2018 (02:28)
Orbrock Film
Nominiert für den „Besten Spielfilm 2018“: Monja Arts Kinodebüt „Siebzehn“, das die Lanzenkirchner Regisseurin im Sommer 2015 rund um ihren Heimatort gedreht hat – wie am Teich der Ziegelwerke in Bad Erlach. 

Die Abräumerin vom Vorjahr war eine „heimliche“ Niederösterreicherin. „Ich war immer Niederösterreicherin! Das wollte nur keiner hören!“ Lachte Regisseurin Barbara Eder am 25. Jänner 2017. Und nahm gleich vier Österreichische Filmpreise mit nach Hause.

Ein Jahr später gibt’s zwar noch keine Gewinner. Die kürt Österreichs Filmakademie erst diesen Mittwoch, im Grafenegger Auditorium. Dafür gibt’s jede Menge Nominierte. Und unter denen so viel NÖ wie noch nie.

Jede Menge NÖ beim Österreichischen Filmpreis

Ein Nöchlinger (Josef Hader) steht da auf der Nominiertenliste, der für die beste männliche Hauptrolle in seinem eigenen Regieerstling nominiert ist. Eine (Kurzzeit-)Klosterneuburgerin (Violetta Schurawlow), die für die beste weibliche Hauptrolle nominiert ist. Ein (Langzeit-)Klosterneuburger (Stefan Ruzowitzky), der für die beste Regie im selben Film nominiert ist. Eine Lanzenkirchnerin (Monja Art), die für den besten Spielfilm nominiert ist. Und ein viel zu früh verstorbener Pittener (Michael Glawogger), dessen posthum fertiggestellte Reise für den besten Dokumentarfilm nominiert ist.

Aber auch abseits von Hauptrollen und Regiesesseln gibt’s beim Österreichischen Filmpreis 2018 jede Menge NÖ. Die Wienerin Barbara Albert hat ihre insgesamt gleich 14 Mal nominierte Produktion „Licht“ in Dörfles, in Juliusburg am Wagram und in Loosdorf gedreht. Monja Art hat ihr „Siebzehn“ in Lanzenkirchen, Wiener Neustadt, Katzelsdorf, Lanzenkirchen, Pitten und Hochwolkersdorf gedreht. Josef Hader hat das Ende seiner „Wilden Maus“ in Puchen stuben gedreht.

Und bei den „Nebenrollen“? Ist etwa Veronika Albert, Barbara Alberts Schwester, die in Laxenburg lebt, für das beste Kostümbild nominiert. Und unter den Produzenten findet sich ein Mödlinger (Wolfgang Ritzberger für „Die beste aller Welten“) und ein Eichgrabener (Michael Kitzberger für „Licht“). Mehr vom (nieder-)österreichischen Film gibt’s am 1. Februar ab 20.15 Uhr in ORF eins. Und mehr vom Österreichischen Filmpreis 2018 am 31. Jänner in Grafenegg – und ab 19.50 Uhr live in ORF III.