Franziska Weisz: Sie zähmt den letzten Bullen. Von Verena Randolf „Sie und Ihr Dienstwagen haben dasselbe Problem“, erklärt die schlagfertige Blondine mit charmantem Augenaufschlag: „Sie verschwenden zu viele Ressourcen, weil Sie abgenutzt sind.

Erstellt am 07. Juni 2013 (06:00)
Die 33-jährige Niederösterreicherin ist ein gefragter Schauspiel- Export: Franziska Weisz verdreht ihren Kollegen den Kopf. Foto: ORF/Martin Rottenkolber
NOEN, ORF/Martin Rottenkolber

Von Verena Randolf

„Sie und Ihr Dienstwagen haben dasselbe Problem", erklärt die schlagfertige Blondine mit charmantem Augenaufschlag: „Sie verschwenden zu viele Ressourcen, weil Sie abgenutzt sind.“ Schauspielerin Franziska Weisz zähmt seit kurzem Deutschlands härtesten Polizisten: Die Breitenbrunnerin ist die Neue an der Seite von Henning Baum, dem „Letzten Bullen“ aus der gleichnamigen SAT1-Erfolgsserie.

Weisz hat sich spätestens seit diesem Engagement international einen Namen gemacht. Man kennt sie aus Jessica Hausners „Hotel“, Michael Hanekes „Klavierspielerin“ oder Andreas Prohaskas „In drei Tagen bist du tot“. Nach der Matura am Gymnasium in Perchtoldsdorf wurde die 33-Jährige, wie sie sagt, „zufällig entdeckt“: 1999 engagierte Regisseur Ulrich Seidl die damals 19-Jährige für „Hundstage“ – damit war der erste Schritt in Richtung Schauspiel gelegt.

„Eigentlich wollte ich nach der Schule in die Wirtschaft“, erinnert sie sich. „Ich habe in Wien und in London studiert und die Uni auch mit einem Master abgeschlossen“, erzählt die hübsche Blondine. „Und davor, mit siebzehn, wollte ich unbedingt Model werden. Aber ich war das erfolgloseste Model der Welt“, lacht sie. „Meine Agentur konnte mich nicht vermitteln, also hat sie mich zum Seidl-Casting geschickt. Rückblickend das Beste, was mir passieren konnte.“

„In Breitenbrunn fühl’ ich mich einfach daheim"

Momentan lebt Weisz in Berlin und Wien, sie pendelt: „Zuhause fühle ich mich dennoch bei meinen Eltern im Wienerwald. Ich komme dort an und fühle mich einfach daheim. Das war schon immer so. Als Teenager bin ich früh von daheim ausgezogen – zum Arbeiten nach Griechenland, zum Studieren nach London. Das war mir allerdings nur möglich, weil ich den starken Rückhalt von zuhause hatte und wusste, dass ich immer heimkommen kann, egal was passiert.“

Das neueste Weisz-Projekt führt sie zwar nicht in den heimischen Wienerwald, aber zumindest in die Nähe: Seit Ende Mai dreht die sympathische Schauspielerin an der Seite von Harald Krassnitzer und Nicolette Krebitz in den steirischen Alpen den ORF-Thriller „Die Blutsschwestern“.