Frau ist Mann, Mann ist Frau. Alexandra Frankmann inszeniert mit „Victor/Victoria“ den Abschied von Sebastian Reinthaller.

Von Thomas Jorda. Erstellt am 14. Februar 2017 (00:20)
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Alexandra Frankmannhoch konzentriert bei denProben im Stadttheater Baden.
Georg Leskovich

Sie hat es im Stadttheater Baden mit den Abschieden. Alexandra Frankmann war die Regisseurin der letzten Produktion in der Ära von Robert Herzl („Zwei Herzen im Dreivierteltakt“). Und inszeniert in diesen Tagen mit „Vic tor/Victoria“ die letzte Produktion dessen Nachfolgers Sebastian Rein thaller.

Begonnen hat sie auf der Bühne, längst ist sie auf die andere Seite gewechselt. Erst als Choreografin, jetzt ausschließlich als Regisseurin. Ihr Vater Wilfried Frankmann stand als kaufmännischer Leiter des Stadttheaters Baden aber nicht am Beginn der Karriere. Der Herr Papa kam durch die Tochter auf den Geschmack, ins Theater zu wechseln.

Alexandra Frankmann, Jahrgang 1970, unterrichtet am Konservato rium der Stadt Wien „Musikalisches Unterhaltungstheater“ und ist Gast vieler Bühnen im deutschsprachigen Raum, seit die beiden Kinder flügge geworden sind, mehr denn je. Ihr nächstes Engagement ist im Oktober eine Produktion am Opernhaus Leipzig.

Das Konservatorium lässt ihr den Freiraum. „Denn durch meine Arbeit an den Bühnen bin ich der Realität immer nahe – das kommt den Studenten sehr zugute.“ „Victor/Victoria“, „in dem eine Frau einen Mann spielt, der eine Frau darstellt“ sei für alle eine Herausforderung, sagt Frankmann: „Die Musik gibt die Dramaturgie vor, jeder Schauspieler hat dadurch ein eigenes Timing. Das macht es sehr schwierig. Und den ganz besonderen Charme des Stückes aus.“