Frequency wird heuer noch "grüner". Das FM4-Frequency-Festival in St. Pölten wird heuer noch "grüner": "Wir haben erstmals die Jugend-Umwelt-Plattform JUMP an Bord", sagte Veranstalter Herry Jenner bei einer Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag in Wien.

Erstellt am 21. März 2013 (22:18)
NOEN, schebulli
Haß wors und durschtig worn ma!!!!
"Es werden 75 Freiwillige gesucht, die am Campingplatz Bewusstsein dafür schaffen sollen, dass die Besucher ihren Müll selbst entsorgen", berichtete Jenner weiter. Vom 15. bis 17. August werden mehr als 100 Acts täglich von 13 bis 6 Uhr auf mindestens sieben Bühnen auftreten.

45.000 Besucher pro Tag können Top-Programm erleben: Angekündigt sind u.a. System Of A Down, Die Toten Hosen, Nick Cave & The Bad Seeds, Franz Ferdinand, Billy Talent, der großartige Newcomer Jake Bugg, The Gaslight Anthem, Regina Spektor, Flogging Molly, Kraftklub und Thees Uhlmann. Jenner wies außerdem besonders auf Tenacious D hin, die komödiantische Rock-Band, bestehend aus Kyle Gass und Jack Black, "die ja erstmals in Österreich gastieren". Und auf das Dupstep-Trio Nero, "das neu zum Line-Up dazugekommen ist und sicher bald Dimensionen von Skrillex erreichen wird".

Aber nicht nur die großen Namen machen den Reiz des Festivals aus. "In Österreich ist das Publikum sonst eher auf die Headliner fixiert", so Jenner. "Wir wollen den Leuten aber auch die Chance geben, künftige Top-Stars zu entdecken. 2010 haben Mumford & Sons um 15.20 Uhr die Bühne betreten." Zum Kennenlernen bieten sich heuer etwa Imagine Dragons oder Jonathan Jeremiah an.

Die Organisatoren wiesen bei der Pressekonferenz auf die "Vorreiterrolle" des Festivals in Sachen Umweltschutz hin. Neben einem Dosenrückgabe-Konzept und der Aufklärung durch die JUMP-Volunteers wird "Green Camping" auf freiwilliger Basis angeboten. Die Camper auf diesem eigens ausgesteckten Areal verpflichten sich, keinen Mist zu machen. "Wir haben uns heuer das Ziel von 4.000 Green Campern gesteckt", so Jenner.

Die Beschwerden in Sachen Müll haben sich in St. Pölten übrigens mittlerweile auf ein "normales Level" eingependelt. Jenner: "Wir haben im ersten Jahr den Fehler gemacht, der Bevölkerung nicht zu erklären, dass man 200 Tonnen nicht über Nacht beseitigen kann. Dazu brauchen wir zehn Tage. Wir haben das von Jahr zu Jahr besser im Griff."

Wer sich das Gedränge ersparen will und das Frequency etwas abseits des generellen Trubels genießen will, dem wird das Komfort-Ticket angeboten (Aufpreis 50 Euro für zwei Personen). Dieses beinhaltet den Zutritt zu einem Sonderareal mit Bar, Hängematten und Wi-Fi, zu einem Podest mit Sicht auf die Hauptbühnen sowie die Nutzung eines bereits an Ort und Stelle aufgebauten Zwei-Mann-Zeltes. Aufs Gelände kommt man damit über eigene Zugänge.