Frequency: Polizist von Festivalgast gebissen. Polizei- und Rettungseinsätze halten sich bisher in Grenzen. Allerdings: Ein Polizeibeamter wurde von einem Festivalgast attackiert.

Von Maria Prchal. Erstellt am 16. August 2017 (13:41)
Bernhard Brenner

Sowohl für die Polizei- als auch für das Rote Kreuz verlief der Frequency-Einsatz bis jetzt relativ ruhig. Ein Polizist wurde im Einsatz jedoch von einem Festivalgast attackiert: „Es gab einen Fall von Widerstand gegen die Staatsgewalt. Ein Polizist wurde gebissen und dabei leicht verletzt“, erzählt Stadtpolizeikommandant Franz Bäuchler.

Sonst gab es einige Diebstähle und am Anreisetag ein erhöhtes Verkehrsaufkommen. Ebenfalls sind bereits kleinere Suchtdelikte aufgetreten. Wildcamping steht wie jedes Jahr an der Tagesordnung, sei aber kein großes Problem: „Das sind meistens Missverständnisse. Die Leute wissen nicht, wo der Campingplatz aufhört oder denken, er sei voll. Wenn man sie bittet zu gehen, tun sie das auch.“

Der Einsatz für die rund 80 Polizisten, die täglich im Einsatz stehen, sei nicht aufgeregter als die letzten Jahre.

Hitze und Kälte macht Probleme

Beim Roten Kreuz ist ebenfalls nicht viel mehr los als beim letzten Mal. 731 Patienten wurden bis jetzt versorgt, davon wurden 28 ins Krankenhaus gefahren. Es würden die „typischen Festivalverletzungen“ auftreten, so Sebastian Frank, Bezirksstellengeschäftsführer des Roten Kreuz. Damit meint er Insektenstiche, Schnitt- und Schürfverletzungen, Fuß- und Zehenverletzungen sowie Probleme durch die Hitze.

Diese gehen vom Sonnenbrand über den Sonnenstich bis zum Hitzekollaps. In der Nacht kehrt sich das Problem um und viele Gäste brauchen Hilfe wegen den kalten Temperaturen.

Dabei betont Frank: „Die Frequency-Besucher sind sehr kooperativ und nett, wenn sie zu uns kommen.“ Um das Festival weiter gut zu überstehen, rät er zu festem Schuhwerk, einer Kopfbedeckung, wenn es besonders heiß ist sowie viel Flüssigkeitszufuhr mit Wasser oder ungesüßten Fruchtsäften. Weiters empfiehlt es sich, keine Getränke oder Essen offen stehen lassen. Denn das ist gefundenes Fressen für Bienen und Wespen.

Außerdem: „Die Leute sollen sich nicht scheuen, zu uns zu kommen.“