Rockiger Start ins Festival. Ein rockiger Einstieg ins diesjährige Frequency war der Festival-Dienstag – abgesehen von Dame, der am Nachmittag die überschaubare Menge vor der Space Stage mit seinem Rap-Gesang einstimmte.

Von Mario Kern. Erstellt am 16. August 2017 (11:26)
Bruckmüller

Wobei die Einstimmung eher atmosphärischer als musikalischer Natur war, ging es nach Dame (fast) nur noch rockig und gitarren-verzerrt. Rock-Model Taylor Momsen enterte elegisch die Space Stage und hatte das immer noch überschaubare Publikum auf ihrer Seite. Mit ihrem Mix aus gut geölten Riffs, die sehr an Rock aus den 1970er und 1980er Jahren gemahnten, und ihrer unverkennbaren Stimme, hätte sich die elegische Elfe in Schwarz weitaus mehr Publikum verdient.

Auch ein Hingucker, aber eher wegen der Installateur-Montur und der auffälligen Hauptbehaarung von Sänger Cedric Bixler, waren At the Drive-In, die mit ihrem animierenden Post-Hardcore musikalisch das erste Highlight setzten. Bixler hüpfte auf die Bass-Drum, kickte sein Mikrofon, gab aber vor allem sangestechnisch, vor allem bei den Hits „Invalid Litter Department“ und „One Arm Scissor“ eine gute Figur ab.

Heiße Stimmung bei The Offspring

Auch nach 23 Jahren zündet „Self Esteem“ von The Offspring wie eine punkrockige Rakete, vom ersten Takt bis zum letzten Akkord. Und spätestens beim Auftritt der Amis um Sänger Dexter Holland haben sich die Massen von ihren Zeltplätzen zur Space Stage bewegt. Evergreens wie „Come out and play (Keep em separated)“ und “Pretty Fly (for a white guy)” wurden dankbar inhaliert, die Stimmung war beim Quartett aus den USA heiß wie die Sommerhitze ein paar Stunden zuvor.

Billy Talent machten bei ihrem nächtlichen Auftritt auf der Hauptbühne alles richtig: Die Rocker um Sänger Benjamin Kowalewicz ließen nichts anbrennen und überzeugten mit krachenden Rock-Songs und dem einen oder anderen ruhigeren Lied. Rockiger wurde es nach dem sehr gelungenen Gig der Herren aus Kanada nicht mehr: Das Berliner Klang-Kollektiv Moderat sorgte mit ihren elektronischen Beats und Sounds für einen musikalischen Gegenpunkt zum Rock der Vorgänger auf der Space Stage, bevor im Night Park Acts wie Noisia und die Bloody Beetroots die Nacht zum Tag machten.