Frau angeblich belästigt: Opfer nun vernommen. Der Vorwurf eines Übergriffs am Frequency wackelt.

Von Gila Wohlmann und Maria Prchal. Erstellt am 18. August 2017 (12:31)
ÖRK St. Pölten/Reinhard Gölzner
Symbolbild

Der Fall einer Frequency-Besucherin, die angeblich sexuell belästigt wurde, überschattete das Festival in St. Pölten. Nach der Einvernahme der 20-Jährigen ist immer noch nicht klar, was jetzt passiert ist. Die Polizei ermittelt.

Steirer hatten „einvernehmlichen Sex gehabt“

Die Burgenländerin kann sich an zwar nicht mehr an den Mittwochabend erinnern, aber: „Es gab von ihr bislang auch keinerlei Angaben, die die mutmaßlichen Täter belasten könnten“, so Polizei-Pressesprecherin Manuela Weinkirn.  Eine medizinische Untersuchung ergab ebenfalls keine Verletzungen am mutmaßlichen Opfer.

Es konnten allerdings drei Burschen aus der Steiermark im Alter von 18 Jahren ausgeforscht werden, von denen zwei aussagten, mit der jungen Frau „einvernehmlichen Sex gehabt zu haben.“

Die polizeiliche Einvernahme der 20-Jährigen konnte erst am Tag nach dem Vorfall durchgeführt werden, da die Burgenländerin zu alkoholisiert war. Zu dem Verdacht auf sexuelle Belästigung kam es überhaupt erst durch andere Festival-Besucher, die Alarm schlugen. Sie dachten, sie würden Zeuge eines Übergriffs.

So starker Alkoholkonsum hält sich allerdings in Grenzen, so das Rote Kreuz. Die meisten der mittlerweile über 1.600 Versorgungen entstehen vor allem durch Insekten, Hitze oder es handelt sich um Schnittwunden.