Über 1.300 Einsätze für Sanitäter. ​​​​​​​ Versorgungen haben sich in den letzten 24 Stunden verdoppelt. Mehr Details zu Beißattacke auf Polizisten bekannt.

Von Maria Prchal und Gila Wohlmann. Erstellt am 17. August 2017 (16:51)
Maria Prchal

Das Frequency nähert sich am letztem Tag seinem Höhepunkt. Auch für die Einsatzkräfte vor Ort geht es immer mehr rund. Waren am Mittwoch um 14 Uhr noch knapp 730 Versorgungen verzeichnet, stieg die Anzahl am Donnerstag um 14 Uhr bereits auf 1.357.

Die rund 90 Sanitäter vor Ort können die meisten Fälle am Gelände versorgen. Für über 50 Patienten ging es allerdings schon ins Krankenhaus. Darunter ein Festivalgast, der nach einem Kopfsprung in der Traisen mit Kopfverletzung eingeliefert wurde. Wasserrettung und Rotes Kreuz bitten deswegen noch einmal um besondere Vorsicht, speziell beim Badevergnügen. „Wir können trotzdem froh sein, dass prozentuell so wenig eingeliefert werden“, so Sebastian Frank, Bezirksstellengeschäftsführer des Roten Kreuzes St. Pölten. Einen besonderen Grund für die erhöhte Patientenanzahl sieht er nicht, „das ist eher Zufall.“

St. Pöltner biss Polizisten

Für die Polizei bleibt der Einsatz gleich gemäßigt. Diebstähle und Probleme mit Cannabis stehen an der Tagesordnung. Zu dem Biss eines Polizisten durch einen Festivalgast sind jetzt mehr Infos bekannt. Als die Polizei bei einer Rauferei schlichtend eingreifen wollte, eskalierte die Situation noch mehr. Ein 18-Jähriger St. Pöltner biss schließlich einen Beamten in den Oberarm.

Durch die Uniform wurde zwar eine Fleischwunde verhindert allerdings, „hat der Polizist einen riesigen blauen Fleck und der schmerzt natürlich“, so Stadtpolizeikommandant Franz Bäuchler. Der St. Pöltner wurde wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt sowie Körperverletzung angezeigt. Die Raufbolde dürften alkoholisiert gewesen sein.

St. Pöltner Feuerwehren

Feuerwehr muss Schwimminsel retten

Für die 70 Kameraden der Feuerwehr, ist es ein bisher ruhiges Festival. Zweimal wurden sie bereits alarmiert. Einmal musste ein Schwimmsteg wieder befestigt werden, da unbekannte Personen die Gurte durchgeschnitten hatten. Das zweite Mal wurde die Feuerwehr zu einem brennenden Verkaufsstand gerufen. Diese Alarmierung stellte sich zum Glück als eine Falschmeldung heraus.

„Es ist sehr lobenswert, dass sich die Festivalbesucher heuer noch mehr an die Brandschutzregeln am Campingplatz sowie am Gelände halten und so für uns die Arbeit erleichtert wird“, meint die Feuerwehr. Die letzten Jahre traten allerdings immer Probleme bei der Abreise auf. Die Feuerwehr würde sich freuen, heuer einmal keine brennenden Zelte löschen zu müssen.

Zum mutmaßlichen sexuellen Übergriff hält die NÖN am Laufenden.