Turbobier: Frequency-Auftritt als Heimspiel. Mit reichlich guter Laune und auch dem ein oder anderen Bier brachten „Turbobier“ die Festivalbesucher zum Toben. Wie es sich anfühlte wieder in St. Pölten auf der Bühne zu stehen und welche Wünsche noch offen sind, verriet Frontman Marco Pogo vor der Show im Interview.

Von Corina Berger. Erstellt am 18. August 2019 (15:06)
Corina Berger

Ihr seid ja nicht zum ersten Mal am Frequency. Wie ist es für euch wieder hier zu sein?

Marco Pogo: Wir gehören quasi schon zum Inventar. Das Festival ist ein Heimspiel für uns, wir haben‘s ja nicht weit.

Gibt es vor Auftritten noch sowas wie Nervosität oder ist das für euch schon normal?

Nervosität ist das falsche Wort. Freudige Anspannung würde ich eher sagen. Heute wird es beispielsweise etwas angespannter sein, aber das ist nach den ersten Worten auf der Bühne weg.

Bleibt für euch auch Zeit, das Festivalgelände zu erkunden?

Würden wir gerne tun, ist aber leider nicht wirklich möglich. Wir führen Interviews oder müssen auch noch Sachen rund um den Auftritt abklären. Manchmal passiert es zwar schon, dass man sich unter einem Pavillon am Campingplatz wiederfindet, aber mal schauen (lacht).

Welche Künstler hättest du dir denn gerne angesehen?

Billie Eilish hätte ich gerne gesehen. Und auch Swedish House Mafia. Aber am allerliebsten natürlich den Auftritt von Turbobier.

Ihr wart ja bereits in China und Japan auf Tour. Wie kommt die Mundart dort an?

Naja, die Sprache des Bieres ist international und die Chinesen und Japaner sind auch unfassbar enthusiastisch. Ich hab sogar schon ein Lied auf Chinesisch eingesungen, aber das mit der Aussprache ist etwas schwer.

Wie würdet ihr euch beschreiben, wenn euch jemand nicht kennt?

Turbobier ist mehr als eine Band, es ist ein Lebensgefühl. Musik, Spaß, Politik, Blödsinn und ganz viel Ernst.

Gibt es noch Wünsche, die ihr euch unbedingt erfüllen möchtet?

Eigentlich hat Turbobier alles erreicht, was ich jemals vorhatte. Grundsatz ist aber Spaß zu haben, egal was man tut.

Ihr seid ja auch politisch sehr aktiv. Wie sehen eure Pläne für die BPÖ aus?

Nichts weniger als Machtübernahme. Es wird Zeit, dass die wahren Experten endlich mal übernehmen. Obwohl ich glaube, dass ich für den Beruf des Politikers ungeeignet bin, da ich zu schön und auch zu gebildet bin (lacht).

Neben der BPÖ gibt es ja auch noch eure bieristische Glaubensgemeinschaft. Wie streng achtest du da auf die Einhaltung eurer zehn Gebote?

Ich bin da ein Fundamentalist und achte sehr darauf, dass meine Schäfchen nach meinen Grundsätzen leben.

Und was antwortest du, wenn man dir einen Radler anbietet?

Hinfort, du Lurch!

Übrigens: Turbobier-Fans dürfen sich freuen. Ein Wiedersehen mit den sympathischen Rockern gibt es beim großen Konzert am 21. Dezember im Wiener Gasometer.