Frivoler Ausflug direkt nach Paris. Mit „Pariser Leben“ zeigen die Schlossspiele Langenlois erstmals ein Stück von Jacques Offenbach.

Von Gerti Süss. Erstellt am 10. Juni 2014 (09:45)
NOEN, Kurt-Michael Westermann
Will Pariser Flair nach Langenlois bringen: Intendant Andreas Stoehr (am Klavier) mit seinem Ensemble. Foto: Kurt-Michael Westermann
„Es war ja schon sehr sträflich, dass wir noch nie etwas vom Erfinder der Operette gebracht haben“, begründet Intendant Andreas Stoehr die aktuelle Programmauswahl. In der 19. Saison zeigen die Schlossfestspiele Langenlois mit „Pariser Leben“ erstmals eine Operette von Jacques Offenbach.

„Katz- und Mausspiel mit hintersinnigem Humor“

„Ich war von 1996 bis 2000 in Paris tätig, deswegen ist mir das auch ein persönliches Anliegen“, so Stoehr, der dabei das Schlossorchester Schönbrunn dirigieren wird.

Bei „Pariser Leben“ handelt es sich jedenfalls um eine „sehr pikante Gesellschaftskomödie“, oder, wie Stoehr noch meint, „um ein Katz- und Mausspiel mit hintersinnigem Humor.“ Im Mittelpunkt steht ein schwedisches Ehepaar, das nach Paris kommt, um dort etwas zu erleben, aber in die Fänge eines Gauner-Duos gerät. Kurzum: Es geht um Lügen, Illusionen und die Jagd nach Frauen.

„Die größte Herausforderung besteht darin, sich nah an den historischen Fakten zu bewegen und die Geschichte trotzdem in unsere Zeit zu holen“, so der Intendant. Daher wurde für Langenlois eine eigene Fassung dieser Operette erstellt.

Basteln für das zwanzigjährige Jubiläum

Wichtig dabei: die Einhaltung des „Prinzips Offenbach“, wie Stoehr erklärt: „Wir haben Sänger, die toll schauspielern, und Schauspieler, die toll singen.“

Premiere ist am 24. Juli, insgesamt gibt es zehn Termine. Zusätzlich bieten die Schlossfestspiele Langenlois am 7. August ein Konzert mit Erika Pluhar und Klaus Trabtisch. Und an allen Spieltagen lockt das Winzerdorf mit Kulinarik, darunter auch mit französischen Spezialitäten – nur der Wein, der bleibt aus der Region.

Derweilen tüftelt Stoehr schon am Programm für das zwanzigjährige Jubiläum. Details verrät er nicht, nur so viel: „Die Reise wird nach Berlin gehen.“ Was für Paul Linckes „Frau Luna“ spräche.  www.schlossfestspiele.at