Garten der Götter. Kunst im öffentlichen Raum / Auf der Schallaburg setzt sich das Projekt „1.200 göttliche Jahre“ mit Indien auseinander.

Erstellt am 12. Juli 2013 (10:00)
Blaue Schrift auf schottrigem Grund: Kunstintervention an der Schallaburg. Foto: Wössner
NOEN, Wössner
Von Thomas Jorda

Zeitgenössische Kunst bei der Schallaburg. Während im Renaissanceschloss die Schau „Das Indien der Maharadschas“ läuft, haben Rudolf Macher und Susen Okotie unter dem Namen GapStarPro im Garten eine Intervention gestaltet, die mit Bezug auf Indien eine Brücke zwischen gestern und heute schlägt.

Das Projekt besteht aus himmelblauen Schriftzeichen auf dem Schotterweg, acht magentafarben umwickelten Buchs bäu men, dem Apfelhain der Wünsche, acht Stelen und einer Klanginstallation.

Dahinter steckt Indiens Kosmologie, nach der jedes der unvorstellbar langen Zeitalter dennoch ein Ende hat. Sie bedingt die Gelassenheit der Inder gegenüber einer Schicksalhaftigkeit der Zeit: Die Götter sind in ihrer Zeit unsterblich, aber nicht unendlich.

Stellvertretend dafür stehen die Schriftzeichen; mit jedem Tritt darauf verwehen und verschwinden sie.

Esoterik bietet der Apfelhain der Wünsche. Nach hinduistischer Tradition ermöglichen Bäume den Kontakt zu göttlichen Wesen – die dafür notwendigen Ritualsäckchen sind im Museumsshop zu kaufen.