Daniel Spoerri und die Kunst des Essens. 90 wird der Objektkünstler, Eat-Art-Pionier und Wahl-Hadersdorfer Daniel Spoerri am 27. März. Einen Tag später hätte man dort seine große Geburtstagsschau eröffnet. Der Künstler selbst will indes nur eines: "Weitermachen!"

Von Michaela Fleck. Erstellt am 17. März 2020 (13:15)
Der Meister und seine Fallen: Daniel Spoerri mit einem seiner "Fallenbilder" in seinem Ausstellungshaus im Kamptal.
Rita Newman

Einer von vielen war er nie. Schließlich hat Daniel Spoerri, 1930 in Rumänien geboren, in der Schweiz aufgewachsen und heute wieder in Wien ansässig, die "Tableux piége", also: die "Fallenbilder" erfunden, die Eat Art begründet, zu Literatur und Kulinarik gebeten. Vor 23 Jahren hat der Künstler seinen Skulpturenpark in der Toskana mit Werken von Meret Oppenheim bis Jean Tinguely eröffnet. Und vor elf Jahren die Eat Art & Ab Art mit Ausstellungshaus und Esslokal in Hadersdorf am Kamp.

Dort wollte man am 28. März auch eine große Sonderschau zum runden Geburtstag eröffnen. "Daniel Spoerri & die Eat Art" sollte die heißen. Und die Facetten aus fast 60 Jahren künstlerischen Schaffens zeigen. Geplant waren aber nicht nur neue "Fallenbilder" und andere Objekte, sondern auch kulinarische Veranstaltungen mit Gastköchen und einige der längst legendären Banketts á la Spoerri.

Spoerri selbst war dagegen immer bescheiden: "Ich glaube, dass gar nichts Bedeutendes aus mir geworden ist. Ich bin kein Spezialist im Sinne von irgendetwas. Ich mache nur, was ich meine machen zu müssen von Tag zu Tag", so Spoerri im Filmporträt von Anja Salomonowitz 2019.