Geistliche Vermögenstipps. Alt-Abt Gregor Henckel-Donnersmarck schreibt darüber, wie man reich werden und auch bleiben kann.

Von Martin Gebhart. Erstellt am 27. März 2014 (08:00)
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Alt-Abt Gregor Henckel-Donnersmarck hat ein Buch über das Reichwerden geschrieben. Und er gibt darin als Geistlicher Vermögenstipps. Foto: Lukas Beck
Von Martin Gebhart

Gregor Henckel-Donnersmarck, der Alt-Abt des Stiftes Heiligenkreuz, hat wieder ein Buch geschrieben. Über ein Thema, das man gerade von einem Geistlichen nicht erwartet. Er gibt Vermögenstipps, wie man auf Erden reich werden kann. Titel des Werks, das am 30. März in der „edition a“ erscheint: „Reich werden auf die gute Art – Vermögenstipps eines Geistlichen“.

Henckel-Donnersmarck war ja Manager, ehe er in das Stift Heiligenkreuz im Bezirk Baden eingetreten war. Sein Ansatz in dem Buch: Der Bibel-Satz „Eher geht das Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt“ werde fehlinterpretiert. Das Armutsgelübde sei eine Lebensform, die einem ganz geringen Prozentsatz der Menschen vorbehalten sei.

Abage an den Kapitalismus, pro freie Marktwirtschaft

Jenen, die ihr Leben als Geistliche voll und ganz Gott widmen wollen. Henckel-Donnersmarck: „Alle anderen Menschen haben sehr wohl einen Anspruch darauf, Vermögen aufbauen zu dürfen und die Früchte davon zu genießen.“ Wem seine Arbeit echten Reichtum einbringe, der müsse nicht fürchten, dass er sich damit allein schon versündige.

Eine klare Absage erteilt der Alt-Abt dem Kapitalismus, für die freie Marktwirtschaft spricht er sich aus: „Im Mittelpunkt der Wirtschaft muss immer der Mensch stehen. Die Wirtschaft ist für den Menschen da und nicht umgekehrt.“

Als Vermögenstipps empfiehlt er Tugenden wie Fleiß und Handschlagqualität, aber auch Gehorsam. „Gehorsam zu üben, bedeutet auch, auf wohltuende Weise ein Stück von jenem Narzissmus abzurücken, der leicht mit Selbstverwirklichung verwechselt wird.“ Und: „Erfolg habt ihr nur dort, wo euer Tun für euch selbst Sinn ergibt.“