Geld ist nicht Erfolg. Die neue Saison bietet diesmal „Große Stücke und großes Theater“.

Von Thomas Jorda. Erstellt am 26. September 2017 (02:45)
Bettina Frenzel
Mit „Frau Müller muss weg“ beginnt die Saison im Stadttheater Mödling. Mit dabei: Lukas Johne, Zeynep Buyrac, Vanessa Payer, Monica Anna Cammerlander, Dirk Warme, Heidelinde Pfaffenbichler (v. l.).

Geld ist nicht alles. Wer den Erfolg sucht, findet ihn auch trotz magerer Kassen. Davon leben Intendant Bruno Max und sein Theater zum Fürchten.

Die Bilanz der Sommerproduktion im Mödlinger Bunker lässt sich sehen: Mit E.T.A. Hoffmanns „Nacht.Stücke“ gab es zwar eine Wiederholung, die brachte es aber mit elf Vorstellungstagen und 2.400 Besuchern dennoch auf eine Auslastung von 95 Prozent. „Obwohl wir das zweitniedrigst dotierte Mitglied des Theaterfestes sind und das mit 67 Darstellern größte Ensemble finanzieren.“

Bettina Frenzel
Mödlings Stadttheater-Intendant und Multi-Regisseur Bruno Max.

Erfolg hatte Bruno Max nicht nur im Sommer, auch die davor liegende Wintersaison im Stadttheater war zufriedenstellend. Die Auslastung ist auf 73 Prozent gestiegen, die Abonnentenzahl hat fast 1.100 erreicht. Die Finanzierung durch Land und Stadt ist bis 2020 gesichert, vom Bund erhofft sich Max mehr Geld, „um wenigstens die Inflation abgegolten zu bekommen“.

Apropos Geld. Der Theaterball war im Vorjahr ein Defizitgeschäft und wird nicht wiederholt, „dafür wollen wir in der 21. Saison mit allen 400 Künstlern, die bisher bei uns aufgetreten sind, ein großes Fest feiern“.

Das Programm steht heuer unter dem Motto „Große Stücke und großes Theater“ und startet am 10. Oktober mit Lutz Hübners Komödie „Frau Müller muss weg“ (Regie: Rüdiger Hentzschel). Dann folgen am 4. November „Der gute Mensch von Sezuan“, die zweite Bert-Brecht-Inszenierung von Bruno Max bisher. Und ab 2. Dezember gibt’s Boris Vians „Die Reichsgründer oder Das Schmürz“ (Regie: Babett Arens).

2018 inszeniert Peter Preissler „Der jüngste Tag“ von Ödön von Horvath (13. Jänner), Bruno Max „Donadieu“ von Fritz Hochwälder (13. Februar), „Der Preispokal“ von Sean O’Casey (ab 7. April) und die Dinner-Produktion „Tea & Sympathy (9. Juni). Marcus Ganser führt Regie bei Molières „Tartuffe“ (13. März) und Neil LaButes „Fettes Schwein“ (28. April).

www.theaterzumfuerchten.at