Glaube an Tabaksteuer. Neue Steuern / Die neue Bundesregierung bringt Steuererhöhungen mit sich. NÖN-Leser sind vom Erfolg der Teuerung überzeugt.

Erstellt am 06. Januar 2014 (20:00)
NOEN, www.BilderBox.com (www.BilderBox.com)
Von Madeleine Kopitschek

DIE NÖN-ONLINE-UMFRAGE / Heftige Diskussionen gibt es um Inhalte des Programms der neuen Bundesregierung. Umstritten ist nicht nur die Wiedereinführung der Schaumweinsteuer. Auch das Rauchen soll noch einmal teurer werden. In den kommenden Jahren wird die Tabaksteuer stufenweise um insgesamt 45 Prozent angehoben werden.

Doch hält eine Steuererhöhung die Menschen vom Rauchen ab? Laut NÖN-Online-Umfrage schon. 93,4 Prozent der insgesamt 16.232 Teilnehmer glauben, dass eine höhere Tabaksteuer viele Raucher zum Aufhören bewegen kann.

Bei den Trafikanten ist man hingegen nicht der Meinung, dass eine erhöhte Tabaksteuer weniger Raucher hervorbringt.

„Es kommen schon Kunden, welche noch vor dem Jahreswechsel Zigaretten ‚hamstern‘, obwohl noch gar kein genauer Termin für die erste Steuererhöhung bekannt ist“, erzählt Trafikantin Eveline Christian aus Waidhofen an der Thaya.

„Der Gast muss letztendlich alles bezahlen, was sich die Politik einfallen lässt“

Martina Wurz, Trafikantin in Heidenreichstein: „Mir langt das ganze Auf und Ab der Zigarettenpreise. Raucher werden sich durch die Erhöhungen sicherlich nicht vom Rauchen abhalten lassen, sie sparen das Geld dann halt wo anders ein.“

Winzer und Gastronomen sehen durch höhere Steuern nur eine Belastung für ihre Kunden. „Die Steuer wird die Endverbraucher treffen, da die Gastronomie natürlich neu kalkulieren muss. Der Gast muss letztendlich alles bezahlen, was sich die Politik einfallen lässt, auch die Umbauarbeiten infolge des Nichtraucherschutzes“, meint Herbert Rammel, Gastronom aus Hollabrunn.

Reinhard Todt, Betreiber eines Beisls in Zwettl: „Die Schaumweinsteuer ist nicht sinnvoll. Es ist erwiesen, dass die Steuer in der Administration fast gleich viel kostet, wie sie einbringt. Die Steuer wird vor allem die Sektwinzer treffen, und da ist der Protest durchaus berechtigt.“