Guido Tartarotti: „Fehler machen mich glücklich!“. Die NÖ Promi-Szene

Von Verena Randolf. Erstellt am 28. Januar 2014 (10:00)
NOEN, ingo pertramer

Von Verena Randolf

„Schau!“ Kabarettist Guido — mit „u“ — Tartarotti streckt sein Handy über den Tisch; das Foto einer griechischen Cocktailkarte am Display: „Geschlecht am Strand“ steht da, „Sex on the Beach“ ungünstig übersetzt.

„So etwas macht mich einfach glücklich!“, schmunzelt er und wischt weiter: „Einladung zum Rentnerschlachtfest!“ Er lacht: „Herrlich!“

Neues Kabarett-Programm als bizarre Reise durch Länder und Leben

Zwei Fotos aus Tartarottis Album. Im Rahmen seines neuen Programms „Urlaubsfotos. Keine Diashow“ geht der Mödlinger mitsamt Publikum auf eine bizarre Reise durch Länder, aber auch durchs Leben, wie er sagt: „Ich sammle Skurrilitäten mittlerweile wie ein Wahnsinniger“, erzählt der 45-Jährige.

„Das liegt einfach daran, dass ich Vergnügen habe an Fehlern! Sachen, die zufällig entstehen, weil etwas falsch gelaufen ist, finde ich schön und irrsinnig amüsant!“ Ein richtiges Radar-Auge habe er, was das betrifft: „Ich habe immer den Korrektor im Kopf sitzen“, lacht er und meint: „Liegt wahrscheinlich daran, dass ich das Kind zweier Deutschlehrer bin, und wenn man unter Sprachpolizisten aufgewachsen ist, nimmt man das, glaube ich, ein Stück weit an.“

„Mit „Guido“ hast ein paar Watschen gekriegt und sie haben Susi zu dir gesagt“

Der Kabarettist, der im zweiten Hauptberuf Kolumnist bei der Tageszeitung Kurier ist, steht seit fünf Jahren auf der Bühne. „Urlaubsfotos“ ist sein viertes Programm. „Trotzdem habe ich noch nie im Leben vor etwas so Angst gehabt, wie vor dieser Premiere!“ War nicht nötig: „Ich bin wirklich megazufrieden damit, wie es gelaufen ist! Mega-, megazufrieden!“

Noch einmal zurück zum „u“: „Heute ist der Name „Guido“ ja fast schon langweilig — im Vergleich zu „Kevin-Zeus“ zum Beispiel und ich schwöre dir, den gibt es wirklich! Aber wenn du 1975 in die Volksschule gegangen bist, da haben alle Peter geheißen und Martin. Mit „Guido“ hast ein paar Watschen gekriegt und sie haben Susi zu dir gesagt. Einen ungewöhnlichen Namen zu haben, stellt dich irgendwie in eine ungewöhnliche Ecke. Da liegt möglicherweise auch der Schritt nahe, auf die Bühne zu gehen und das auszuleben.“

Ab sofort ist Tartarotti mit „Urlaubsfotos“ u. a. im Wiener Rabenhof zu sehen: „Auf wie vielen Fotos davon in Badehose?“„Hehe, keinem! Diesmal nicht!“