Erstellt am 25. März 2013, 12:59

Gut abgesichert im Alter. Experten warnen: Trotz wachsender Pensionslücke wird zu wenig privat vorgesorgt. Lebensversicherungen, die später in Rentenform ausbezahlt werden, können finanziell absichern.

Im Jahr 2030 wird laut Prognosen der Statistik Austria mehr als ein Drittel aller Niederösterreicher, nämlich 569.543, über 60 Jahre alt sein. Gleichzeitig werden aber immer weniger Junge in den Arbeitsmarkt eintreten und Pensionsbeiträge einzahlen. Die Pensionslücke, also die Kluft zwischen den Einzahlungen und den benötigten Renten, wird somit immer größer.
„Man kann natürlich nur verteilen, was da ist“, bringt Ulrich Schuh, Wirtschaftsforscher bei EcoAustria die Problematik auf den Punkt. Deswegen fordert der Experte unter anderem ein späteres Pensionsantrittsalter sowie verstärkte steuerliche Anreize zur privaten Altersvorsorge. Die Notwendigkeit, privat vorzusorgen, werde laut Schuh immer größer.
Nichtsdestotrotz wird das Thema private Vorsorge, vor allem mittels Lebensversicherungen, in Österreich von vielen vernachlässigt, wie eine Studie der Karmasin Motivforschung zeigt. Denn: Derzeit haben weniger als die Hälfte, nämlich 41 Prozent, aller Niederösterreicher und Burgerländer über 14 eine private Lebensversicherung zur Pensionsvorsorge abgeschlossen. Achtung: Die NÖ Arbeiterkammer rät jedoch, trotz der Notwendigkeit für eine Lebensversicherung, diese nicht vorschnell abzuschließen!

Das meiste Vertrauen sprechen die Befragten der Karmasin-Studie den Produkten mit einer Laufzeit von maximal fünf Jahren aus. „Das könnte mit dem geringen Vertrauen in den Euro als stabile Währung zusammenhängen“, erklärt Studienautorin Sophie Karmasin. Wenn es um die Auszahlung nach Laufzeitende geht, würden sich 54 Prozent für eine einmalige Auszahlung und 24 Prozent für eine Auszahlung in Renten entscheiden, der Rest ist sich noch nicht sicher. Außerdem sind bei der Auszahlung je nach Vereinbarung Mischformen möglich, zum Beispiel mit einer größeren Auszahlung plus einer kleineren Rente.
Die reine Verrentung hat jedoch einen wesentlichen Vorteil: Die Rente wird bis zum Lebensende ausbezahlt. Bei der Rentenform trägt die Versicherung das Langlebigkeits-Risiko. Die einmalige Auszahlung kann irgendwann aufgebraucht sein.

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