Daniela Wandl: Von Herzen und Höfen. Daniela Wandl, Theaterwissenschafterin und St. Pöltner Höfefest-Organisatorin, im Gespräch mit Michaela Fleck.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 08. September 2014 (10:50)
Daniela Wandl
NOEN, Hanna Partaj

NÖN: Am Samstag wird das St. Pöltner Höfefest 20. Gibt’s da Torten, Sekt, Geschenke?
Wandl: Jede Menge Geschenke! Bisher haben wir ja immer versucht, Künstler und Programme zu bringen, die man in St. Pölten so noch nicht gesehen hat. Heuer schenk’ ich mir – und dem Publikum – ein Best-of –  mit ein paar neuen Namen.

Gibt’s zum Jubiläum auch neue Höfe?
Wandl: Nein. Wir haben 18 Höfe. Und wir sind in den vergangenen Jahren – für mich ist es ja mein zehnjähriges Jubiläum – auch auf die Straße gegangen, heuer mit dem Drum Brass Kollektiv und Theater Irrwisch.

Vor einigen Jahren ist man auch durch und über die Höfe gewandert – auch bei Regen.
Wandl: Das war toll! Und das wäre durchaus wieder ein Thema! Das Image unseres Wetters ist schlechter als die Statistik. Das Schöne ist: Die Leute kommen trotzdem!

Eintritt zahlt man keinen beim Höfefest. Wie lassen sich dann Gäste wie Anne Bennent, Peter Matic oder Paul Gulda finanzieren?
Wandl: Mit Ach und Krach und viel Erfindergeist! Das St. Pöltner Höfefest ist ja nicht nur das erste, sondern auch das einzige mit einem klaren Schwerpunkt auf Kunst und Kultur.

Was braucht das Höfefest, was braucht NÖs Kulturszene derzeit am dringendsten? Offene Höfe, offene Herzen, offene Börsen?
Wandl: Von allem ein bissl! Ich hätte ja noch jede Menge Ideen, für jede Menge verrückte Projekte. Was ich mir wünschen würde, ist mehr Mut zu Verrücktem – und zwar von allen Seiten, am wenigsten noch vom Publikum. Das ist bei uns ohnehin toll!  

http://www.hoefefest.at