IM GESPRÄCH. NÖN: Sie machen sich als Pianist sehr rar. Warum spielen Sie gerade bei der GLOBArt in Krems?

Erstellt am 16. September 2012 (18:09)
NOEN
NOEN
x

NÖN: Sie machen sich als Pianist sehr rar. Warum spielen Sie gerade bei der GLOBArt in Krems?
Hinterhäuser: Ich wurde eingeladen und fand es außerordentlich interessant, was da passiert. Eine Zusammenfügung verschiedener Köpfe, die sich Gedanken machen. Ich mag das, wenn sich g’scheite Menschen einer Sache annehmen.

 

Sie scheinen eine Liebe auch zu kleinen Events zu haben. Ich erinnere mich an Ihren Auftritt in Waidhofen an der Ybbs …

Hinterhäuser: Ich habe viel Zuneigung zu den Initiativen, die im Schatten der vermeintlich großen Ereignisse stehen. Da findet viel statt, was mit Herzensbildung zu tun hat. Das ist schön.

 

Gefällt Ihnen das Kleine, weil Sie Musikintendant der Salzburger Festspiele waren und der Wiener Festwochen sein werden?

Hinterhäuser: Das weiß ich nicht und mache keine Weltanschauung daraus. Große Einheiten haben auch Vorteile. Aber manchmal ist man geborgener in einer überschaubaren Umgebung.

 

NÖN: Sie werden wieder John Cage spielen. Sind Sie Spezialist?

Hinterhäuser: Ich spiele ihn oft, ich finde ihn interessant, aber ich bin überhaupt kein Spezialist und mag auch keiner sein. Die Welt der Musik ist so groß, da will ich mir kein kleines Stück rausschneiden.

„Geborgen sein“