IM GESPRÄCH. NÖN: In dieser Woche haben Sie Ihr neues Programm „Rote Lippen“ in der Bühne im Hof präsentiert. Sie bezeichnen das Stück auch als „Ode an das Mysterium Frau“. Warum das?

Erstellt am 28. Januar 2014 (09:00)
NOEN, Inge Prader
Alexander Goebel, Entertainer und Intendant der »Ybbsiade« im Gespräch mit Gerti Süss über sein neues Programm und das Verhältnis zwischen Wirtschaft und Kultur. Foto: Prader

NÖN: In dieser Woche haben Sie Ihr neues Programm „Rote Lippen“ in der Bühne im Hof präsentiert. Sie bezeichnen das Stück auch als „Ode an das Mysterium Frau“. Warum das?
Goebel: Wir Männer verstehen die Frauen nicht immer. Und deswegen ist der Versuch der Aufklärung so wichtig, wobei mein Programm vielmehr eine Ode an diesen Versuch ist, denn es gibt keine einzige Antwort darauf, wie eine Frau funktioniert. Und da stecken 45 Jahre persönliche Erfahrung drin – aber auch die sind obsolet, weil jede Situation wieder ganz neu ist.

Am 28. März eröffnen Sie die Ybbsiade mit „Musical – die Show“. Worum geht’s da?
Wir haben kein beeindruckendes Bühnenbild und keine spektakuläre Technik, dafür wahnsinnig viel Emotion. Menschlichkeit und Emotion lassen sich nicht technisch herstellen. Wir erklären, wie das Musical entstanden ist, und jeder bringt ganz persönliche Geschichten ein.

„Bei uns kann man seine Talente ausleben“

Bei der nächsten Ybbsiade suchen Sie Kinder und Jugendliche mit „viel Talent“. Was unterscheidet das Projekt von TV-Castingshows?
Wir geben keine Versprechen ab und bei uns kann man kein Geld gewinnen. Dafür kann man bei uns seine Talente ausleben und viel von Profis lernen.

Woran arbeiten Sie derzeit sonst noch?
Ich beschäftige mich intensiv mit der Beziehung zwischen Wirtschaft und Kultur und schreibe auch ein Buch darüber, das heuer erscheinen wird. Unternehmen brauchen die Kultur, um Gefühle vermitteln zu können. Für die Kultur sind Unternehmen ein wichtiger Partner, vor allem dann, wenn öffentliche Gelder ausbleiben.

Kabarett- & Ybbsiade-Temine: www.goebel.at