Ja oder Nein? Das ist hier die Frage. Trauung / Geht es nach den Zahlen der ersten Monate, geben sich immer weniger das Ja-Wort.

Erstellt am 01. September 2013 (17:17)

3.057 Hochzeiten gab es im ersten Halbjahr 2013 in NÖ. Um 9,6 Prozent weniger als zur gleichen Zeit im letzten Jahr. Sagt die Statistik Austria. Und das, obwohl es damals so aussah, als gebe es einen Hochzeitstrend.

Langfristig betrachtet sind Trauungen rückläufig

Ob jetzt die Niederösterreicher doch keine Ehefans sind? Vergleiche von kurzen Zeiträumen machen Alexander Mucha vom Standesamt Scheibbs zufolge keinen Sinn. „Man muss das über einen Zeitraum von zehn bis 15 Jahren vergleichen.“ Und was zeigt sich dabei? „Langfristig betrachtet sind Trauungen rückläufig.“ Warum? „Mittlerweile gibt es andere Möglichkeiten, die Familie rechtlich und finanziell abzusichern“, glaubt Mucha. Im Bezirk Scheibbs übrigens gab es in den ersten sechs Monaten laut Statistik Austria fast um die Hälfte weniger Hochzeiten als im Vorjahr. So wie im Bezirk Krems Stadt.

Auf und ab bei Hochzeiten 

Auch dort gab es anfangs weniger Hochzeiten. Doch: „Das hat sich dann relativ stark in die andere Richtung entwickelt“, erzählt Roman Tiefenbacher vom Standesamt Krems. Im Juli und im August gab es wieder viele. Aber auch er ist der Meinung, dass man aus diesen Vergleichen noch keinen Trend herauslesen kann. Vielleicht aber werden bis Ende des Jahres tatsächlich weniger Trauungen 2013 gefeiert, und vielleicht hat dann die Zahl 13 in 2013 etwas damit zu tun gehabt …