Erstellt am 23. Mai 2013, 13:00

Johannes Nussbaum: Shootingstar aus Mödling. Von Verena Randolf Seine erste Rolle bekam er mit neun: Gleich nach seinem allerersten Casting spielte der Mödlinger Johannes Nussbaum an der Seite von Maria Hofstätter und Petra Morzé unter der Regie von Ulrich Seidl eine kleine Nebenrolle.

Jungschauspieler Johannes Nussbaum will international Karriere machen - »mit anspruchsvollen Filmen«. Foto: Polyfilm  |  NOEN, Polyfilm

Von Verena Randolf

Seine erste Rolle bekam er mit neun: Gleich nach seinem allerersten Casting spielte der Mödlinger Johannes Nussbaum an der Seite von Maria Hofstätter und Petra Morzé unter der Regie von Ulrich Seidl eine kleine Nebenrolle. Ansehen durfte er sich diesen Film allerdings erst Jahre später. „Import Export“ ist harter Tobak: „Meine Mutter hat mir erst mit 14 erlaubt, den anzuschauen.“

Was danach kam, war etwas verträglicher: „Blutsbrüder“, „Soko Donau“, „Tatort“. Und sein neuester Streich: „Diamantenfieber oder Kauf dir lieber einen Luftballon“ mit Josef Hader. Für die Hauptrolle in der antikapitalistischen Peter Kern-Komödie gewann er 2013 den Diagonale Schauspielpreis.

Johannes Nussbaum ist eines der viel versprechendsten Talente des Landes. Wobei: Momentan zählt für den 17-Jährigen etwas ganz anderes: „Ich stecke gerade mitten in der Matura. Die schriftliche habe ich schon hinter mir. Die mündliche kommt noch“, erzählt er. Die Premiere seines neuesten Films feiert Nussbaum mit seinen Mitschülern: „Wirklich viel verändert hat sich in der Schule für mich nichts. Ich glaube, meine Freunde finden es schon cool, was ich mache, aber sonst ist alles wie vorher.“

Obwohl Nussbaum aussieht wie der junge Matthias Schweighöfer („Oja, das höre ich öfter!“) ist er bescheiden: „Mädchenschwarm? Ich weiß nicht … nein, ich glaube nicht, dass ich einer bin.“ Und was den Vergleich mit dem deutschen Schauspieler betrifft: „Ich finde es beeindruckend, was er geschafft hat. Tolle Karriere. Aber ich will später Filme machen, die eine Aussage haben, abseits von diesen Mainstream-Geschichten, wie ,Keinohrhasen‘. Filme, nach denen man rausgeht und etwas zum Nachdenken hat.“

Wie es nach der Matura für den sympathischen Jungschauspieler weitergeht, weiß er noch nicht: „Ich lasse das auf mich zukommen“, erzählt er. „Mir ist schon bewusst, dass die Schauspielerei echt hart ist. Mal ist man in Mode, mal nicht. Irgendetwas Handfesteres würde ich schon auch gerne lernen. Mal schauen“, schmunzelt er. Ab 24. Mai ist der junge Niederösterreicher in „Diamantenfieber“ im Kino zu sehen.