Robert Lehrbaumer: „Ich wollte in allem spitze sein!“. Sein 50-jähriges Bühnenjubiläum als Pianist und sein 40-jähriges als Organist feiert Robert Lehrbaumer in NÖ.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 15. Oktober 2019 (02:24)
Julia Cencig
„Hier sind meine Wurzeln“: Musiker Robert Lehrbaumer über Niederösterreich.

Sein letztes Jubiläum hat er im Musikverein gefeiert. Mit Soloabend und Empfang. „Das“, sagt Robert Lehrbaumer, „war schön.“ Diesmal wird es trotzdem anders. Denn: „Ich will dort feiern, wo ich hingehöre.“ In Gumpoldskirchen (am 20. Oktober), wo der gebürtige Wiener auch wohnt. In Aschbach (am 27. Oktober), woher seine Mutter stammt. In Wilhelmsburg (am 3. November), wo er vor 40 Jahren sein erstes Orgelkonzert spielte. Und in Perchtoldsdorf und in Amstetten, wo er gerade mit Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager auf seiner „Liederreise“ Halt machte.

„Wie Heimkommen“ sei das für ihn. Auch wenn es sich, wie vieles, „so ergeben hat“. Er, sagt der Pianist, Organist und Dirigent, der nebenbei noch Violine und Horn gelernt hat („aber ich wollte ja nicht im Zirkus auftreten“), habe mit seiner ganzen Karriere nicht gerechnet. Und hat doch schon von der Carnegie Hall bis zum Brucknerhaus und mit Yehudi Menuhin bis Friedrich Gulda musiziert.

Zum Jubiläum spielt er dagegen in Stadtsälen und Pfarrkirchen, „das ist aufregend“ und „das macht etwas mit dem Publikum, nicht nur mit den Künstlern“. Am Jubiläumsprogramm: Schubert, Mozart, aber auch „Harry Potter“. Und: „Wenn ich Freiraum habe, ist sofort ein modernes Stück dabei.“ Gottfried von Einem oder Astrid Spitznagel.

Was er noch vorhat? Neue Ufer beschreiten. Denn: „Ich bin ein furchtbar neugieriger Mensch!“